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ÖHV-Winterausblick: Hotels geben höhere Kosten nur zum Teil weiter, Zurückhaltung bei Ausgaben
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ÖHV-Winterausblick: Hotels geben höhere Kosten nur zum Teil weiter, Zurückhaltung bei Ausgaben

Bei stabilen Nächtigungen und leicht steigendem Umsatz sinken die Betriebsergebnisse. ÖHV-Präsident Veit fordert spürbare Entlastungen.

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90% der Hotels geben Kostensteigerungen nicht oder nicht vollständig weiter. „Die Kosten steigen stärker als der Umsatz. Dann fehlt Geld für Investitionen“, warnt der Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung, Walter Veit, anlässlich der aktuellen ÖHV-Inside-Winterumfrage. 

Vom Umsatz bleibt weniger übrig

Die Hotels erwarten im Durchschnitt so viele Nächtigungen wie in der Vorjahressaison und ein nominelles Umsatzplus von 1,2% (also deutlich unter der erwarteten Teuerungsrate), beim Betriebsergebnis einen Rückgang um 1,3%. 62% rechnen damit, die Saison positiv abzuschließen. 68% geben Kostenanstiege teilweise weiter, 22 % gar nicht, nur jeder zehnte vollständig. Das spiegelt sich in der aktuellen WIFO-Konjunkturprognose wider: Die reale Wertschöpfung in Beherbergung und Gastronomie soll 2026 um lediglich 0,6% und 2027 um 1,1% steigen. 

 

Gäste zurückhaltend bei Ausgaben

62% der befragten Hotels rechnen mit geringeren Nebenausgaben, 60% mit kürzeren Aufenthalten und 65% mit kurzfristigeren Buchungen. Auch das bestätigt sich in der WIFO-Analyse, die von einem Rückgang der real verfügbaren Haushaltseinkommen für 2026 um voraussichtlich 1,0% ausgeht. Es wird also schwieriger, gestiegene Kosten über Preissteigerungen auszugleichen.

Beschäftigungskosten belasten am stärksten

88 % nennen Beschäftigungskosten als Belastung: öfter als alles andere. Gleichzeitig suchen 69 % Mitarbeiter:innen oder rechnen mit zusätzlichem Bedarf. „Wir brauchen Mitarbeiter:innen, müssen uns die aber leisten können. Da kann die Politik ansetzen, die Lohnnebenkosten senken“, so Veit.

Weniger Investitionen treffen auch die Region

40% der befragten Betriebe reduzieren Investitionen, 42% berichten von einem schwierigeren Zugang zu Krediten. Dazu drohen höhere Zinsen: Das WIFO erwartet für 2027 einen Dreimonatszinssatz von 3,3% nach 2,5% heuer. Das verteuert neue und variabel verzinste Finanzierungen. „Wenn ein Hotel eine Renovierung verschiebt, kostet das auch den Tischler und Installateur im Ort einen Auftrag“, gibt Veit zu bedenken. Dabei rechnet das WIFO für 2026 mit einem nominellen Anstieg der Reiseverkehrsexporte um 7,3 % auf 24,26 Mrd. Euro. Um diese Einnahmen langfristig zu sichern, braucht es auch Investitionen in die Qualität des touristischen Angebots. Die ÖHV fordert deshalb einen leichteren Zugang zu Investitionsfinanzierungen.

 

Bremsklotz Bürokratie 

56% der befragten Hotels nennen Bürokratie als Belastungsfaktor. Die Bundesregierung hat sich den Abbau unnötiger Vorschriften vorgenommen. Die ÖHV hat dafür einen umfangreichen Katalog mit konkreten Lösungsvorschlägen eingebracht. Erste Maßnahmen wurden bereits auf den Weg gebracht. Jetzt braucht es mehr Tempo bei der Umsetzung, damit die Entlastung auch tatsächlich in den Betrieben ankommt.

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher E-Mail senden +43 1 5330952-20
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