47 % der befragten Hotels erwarten für den Winter 2026/27 mehr Nächtigungen als in der Vorjahressaison, 16 % ein gleichbleibendes Niveau und 37 % einen Rückgang. Im Durchschnitt rechnen die Betriebe mit stabilen Nächtigungszahlen. Die Erwartungen unterscheiden sich damit deutlich von Hotel zu Hotel.
Umsatzentwicklung und Betriebsergebnis
64 % der Hotels erwarten höhere Umsätze, 10 % stabile und 26 % rückläufige Umsätze. Im Durchschnitt ergibt sich ein nominelles Umsatzplus von 1,2 %. Beim Betriebsergebnis rechnen die Betriebe hingegen mit einem Rückgang um 1,3 %. Vom Umsatz bleibt damit weniger übrig.
62 % erwarten dennoch einen positiven Saisonabschluss, 16 % ein ausgeglichenes Ergebnis und 11 % einen Verlust. Für weitere 10 % ist das Ergebnis noch nicht abschätzbar.
Kostensteigerungen können nur wenige vollständig weitergeben. 68 % gelingt das teilweise, 22 % gar nicht. Nur jeder zehnte Betrieb kann die höheren Kosten zur Gänze über die Preise ausgleichen. Für die Mehrheit bleiben damit zusätzliche Belastungen im Betrieb.
Preisentwicklung und Nachfrageverhalten
36 % der Hotels rechnen mit einer schlechteren Preisdurchsetzung als im Vorwinter, 56 % mit keiner Veränderung und nur 7 % mit einer Verbesserung. 73 % planen kostenbedingte Preiserhöhungen um bis zu 5 %. 12 % halten die Preise unverändert, 4 % reduzieren sie.
Gleichzeitig erwarten die Hotels zurückhaltendere Gäste: 62 % rechnen mit geringeren Nebenausgaben, 60 % mit kürzeren Aufenthalten und 33 % mit der Wahl einer niedrigeren Zimmerkategorie. 64 % erwarten kurzfristigere Buchungen. Das erschwert die Planung von Auslastung und Mitarbeiter und begrenzt die Möglichkeiten, höhere Kosten über zusätzliche Einnahmen auszugleichen.
Investitionen und Kreditlandschaft
39 % der Hotels reduzieren ihre Investitionen, 54 % halten an ihren Vorhaben fest und 7 % erhöhen das Investitionsvolumen. Damit schränken rund vier von zehn Betrieben ihre Investitionstätigkeit ein.
Auch die Finanzierung bleibt schwierig. 42 % berichten von einem erschwerten Zugang zu Krediten, davon 19 % von deutlich größeren Schwierigkeiten. 26 % sehen keine Veränderung, nur 3 % eine Verbesserung. Sinkende Betriebsergebnisse und Finanzierungshürden begrenzen den Spielraum für Renovierungen und die Weiterentwicklung des Angebots.
Arbeitsmarktentwicklung
69 % der Hotels suchen noch Mitarbeiter:innen für die Wintersaison oder rechnen mit zusätzlichem Bedarf. Unter den suchenden Betrieben fehlen Fachkräfte besonders im Service (73 %) und in der Küche (63 %), gefolgt von Rezeption (35 %) und Etage (28 %).
24 % finden mittlerweile leichter Mitarbeiter:innen, 61 % sehen keine Veränderung und 15 % empfinden die Suche als schwieriger. Es gibt somit bei einem Teil der Betriebe eine Entspannung. Der weiterhin hohe Bedarf zeigt aber, dass die Besetzung offener Stellen eine zentrale Aufgabe bleibt.
Kostenbelastungen und Ausblick
Mitarbeiter:innen sind für 88 % der Hotels ein Belastungsfaktor. Dahinter folgen Energie- und Betriebskosten mit 68 %, Bürokratie mit 56 % sowie Lebensmittel- und Wareneinsatz mit 43 %. Auch bei der Bewertung der Auswirkungen auf das Betriebsergebnis liegen die Mitarbeiter an erster Stelle.
Für das nächste Jahr erwarten 44 % die stärksten Kostensteigerungen bei Mitarbeiter:innen, 27 % bei Energie- und Betriebskosten und 7 % beim Lebensmittel- und Wareneinsatz. Stabile Nächtigungen allein reichen daher nicht aus, um die wirtschaftliche Lage zu verbessern. Solange höhere Kosten nur teilweise weitergegeben werden können, bleiben Erträge und Investitionsspielräume unter Druck.
ÖHV-Inside
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Teilnehmer: Mitglieder der ÖHV
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Methode: CAWI
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Laufzeit: 28. September bis 13. Oktober 2026
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n: 154