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ÖHV zum Tourismusbericht: Rekordnächtigungen müssen sich auch rechnen
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ÖHV zum Tourismusbericht: Rekordnächtigungen müssen sich auch rechnen

Hohe Nachfrage, knappe Margen: Die Hotellerie braucht niedrigere Lohnnebenkosten, fairen Wettbewerb und mehr Spielraum für Investitionen.

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„157,3 Mio. Nächtigungen sind ein starkes Ergebnis. Aber entscheidend ist, was den Betrieben am Ende des Tages übrigbleibt“, erklärt Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), anlässlich der heutigen Präsentation des Tourismusberichts 2025 im Tourismusausschuss hervor. Die Nachfrage nach Urlaub in Österreich ist hoch, die Ertragslage vieler Hotels bleibt angespannt. Die ÖHV fordert deshalb Entlastungen, die im Betriebsalltag ankommen. Der im Bericht enthaltene Fitness-Check 2025 zeigt weitgehend stagnierende operative Margen in der 3- und 4-Sterne-Hotellerie. Gestiegene Mitarbeiter:innen-, Waren- und Energiekosten drücken auf die operativen Margen. Zinszahlungen belasten zusätzlich die Liquidität. Über höhere Zimmerpreise lässt sich das im internationalen Wettbewerb nur begrenzt ausgleichen.

 

Spielraum für Mitarbeiter:innen und Modernisierung

„Unsere Branche lebt vom Einsatz ihrer Mitarbeiter:innen. Gerade deshalb ist eine Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 mehr als überfällig“, betont der ÖHV-Generalsekretär. Gleichzeitig stehen laufend Investitionen an: in energiesparende Technik, Mitarbeiter:innenunterkünfte oder digitale Lösungen. Familiengeführte Häuser brauchen dafür eine langfristige Perspektive. „Wer einen Familienbetrieb übernimmt, muss damit auch eine wirtschaftliche Zukunft haben“, hält Gratzer fest. Ausreichende Erträge und verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten sind dafür entscheidend.

 

Was die ÖHV jetzt fordert

  • Lohnnebenkosten senken: Beschäftigung leistbar halten und die Wettbewerbsfähigkeit der arbeitsintensiven Hotellerie stärken. Die für 2028 angekündigte Senkung des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) ist ein erster wichtiger Schritt. 

  • Fairen Wettbewerb durchsetzen: Die EU-Kurzzeitvermietungsverordnung österreichweit abgestimmt und wirksam vollziehen. Transparente Daten und Kontrollen müssen sicherstellen, dass geltende Regeln auch bei Angeboten über Vermietungsplattformen eingehalten werden.

  • Investitionen und Übergaben erleichtern: Gezielte Förderungen, insbesondere über die OeHT, verlässlich sichern und bürokratische Hürden beim Zugang abbauen.

 

Gratzer sieht die Politik gefordert: „Wir brauchen Hotels, die Rücklagen bilden, gute Arbeitsplätze bieten und investieren können. Daran muss sich Tourismuspolitik messen lassen. Nur so kann der Tourismus auch weiterhin der Stabilitätsfaktor für den Wirtschaftsstandort bleiben“

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher E-Mail senden +43 1 5330952-20
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