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Mitarbeiterunterkünfte

Sie stellen Ihren Mitarbeitern Unterkünfte zur Verfügung? - Das müssen Sie dabei beachten…

Generelle Anforderungen an Mitarbeiterunterkünfte

Wenn Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Wohnräume zur Verfügung stellen, müssen bestimmte Vorgaben erfüllt werden. Die Mindestanforderungen – z.B. an Raumhöhe und Ausstattung – sind im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz und der Arbeitsstättenverordnung geregelt.

Anwendungsbereich der Arbeitsstättenverordnung

Die Vorschrift des § 37 AStV (Arbeitsstättenverordnung) für Wohnräume gilt zufolge § 28 Abs. 8 ASchG nicht für Werks- und Dienstwohnungen. 

Es ist daher notwendig, zu unterscheiden, ob es sich um „Räume, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Wohnzwecken oder zur Nächtigung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden“ oder um „Werks- und Dienstwohnungen“, handelt.

Zur Abgrenzung, ob es sich um „Räume, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Wohnzwecken oder zur Nächtigung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden“ oder um „Werks- und Dienstwohnungen“ können die nachstehenden Kriterien herangezogen werden:
Werks- und Dienstwohnungen i.S.d. § 28 Abs. 8 ASchG sind zur dauernden Bewohnung bestimmte, in sich geschlossene Wohnungen, die die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Hinblick auf die Erfüllung der mit ihm vereinbarten Arbeitsleistung zur Verfügung stellen muss oder gegen Miete zur Verfügung stellt, wie z.B. Dienstwohnungen nach § 13 des Hausbesorgergesetzes.

Hingegen spricht es für das Vorliegen von „Räumen, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Wohnzwecken oder zur Nächtigung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden", wenn die Unterkunft für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihre Familien nicht der Hauptwohnsitz bzw. der Mittelpunkt der Lebensinteressen ist, bzw. von der Arbeitgeberin/vom Arbeitgeber nicht für eine derartige Nutzung bestimmt ist;
pro Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer nicht eine bestimmte, baulich in sich abgeschlossene Wohnung mit eigener Küche und eigenen Sanitärräumen, zur Verfügung gestellt wird, sondern es sich um eine Unterkunft mit von mehreren ArbeitnehmerInnen zu nutzenden gemeinschaftlichen Wohnräumen und/oder Gemeinschaftsküche und/oder gemeinsamen Sanitärräumen handelt.
Auf eine bauliche Verbundenheit der Unterkünfte mit der „eigentlichen“ Arbeitsstätte kommt es nach Auffassung des Zentral-Arbeitsinspektorates nicht an.

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Daniela Kuttner

Dr. Daniela Kuttner

RechtsserviceE-Mail senden+43 1 5330952-32

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