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Longevity: die Nische mit dem gewissen Etwas
Presse

Longevity: die Nische mit dem gewissen Etwas

Longevity ist zum stark nachgefragten Ganzjahresangebot gereift. Das ÖHV-Forum im Brandlhof mit dem „digital twin“ als Stargast hat die Tür zum Milliardenmarkt weit aufgemacht.

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Nach dem Start zum Thema „Bauen & Finanzieren“ im März in Lech stieß auch das zweite ÖHV-Forum des Jahres am 24. Juni 2026 im Hotel Gut Brandlhof in Saalfelden auf großes Interesse. „Die guten Besucherzahlen unterstreichen, Zukunftsthemen – so aufbereitet, dass sich ein klarer betrieblicher Nutzen ableiten lässt – stoßen auf breite Resonanz“, freute sich Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung. Die Vorträge der Expert:innen machten deutlich, Longevity hat das Zeug zum Ganzjahres-Angebot mit steigender Nachfrage – und zahlungsbereiter Kundschaft. Wellness als Longevity zu verkaufen wird aber nicht gelingen.

 

Strategie statt Schlagwort

Univ.-Prof. Dr. Arnulf Hartl von der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg präsentierte in einem beeindruckenden Vortrag umfassende Studien. Die Generation 65+ wächst momentan in den Industriestaaten dreimal schneller als die jüngeren und ist so gesund, dass die klassischen „Alten“ aus der Werbung ausgedient haben. Die Zielgruppe 75+ identifiziert sich heute mit Lebensstilen, die früher 60-Jährigen zugeschrieben wurden – und treiben die Nachfrage nach Longevity massiv an. Das ist ungleich verteilt: Das Wissen über die Wirksamkeit von gesunder Ernährung, Bewegung und Longevity stieg bei Älteren mit hohen Einkommen und hoher Bildung enorm, von 53 % auf 72 %. Der Markt für Supplemente, Wearables und Biohacking wächst fast ausschließlich in diesem Segment.

 

Gewaltiger ökonomischer Hebel

Branchenkoryphäe Dagmar Rizzato führte den imposanten Aufstieg von Longevity vom Trend zum Milliardenmarkt und wirtschaftlich tragfähigem Gesamtkonzept auf mehrere Faktoren zurück: gästeseitig bessere Gesundheit, unternehmensseitig höhere Zimmerpreise, mehr Pauschalumsätze durch Diagnostik, Leistungsprogramme und personalisierte Therapien sowie steigende Nebeneinnahmen in Spa und F&B. Dass die deutlich höhere Zahlungsbereitschaft und Gästebindung nur mit einer klaren Abgrenzung von herkömmlichen Wellness-Angeboten funktioniert, liegt auf der Hand: Longevity funktioniert als Marketing-Masche für Spas nicht, sondern muss zu einer strategischen Kernkompetenz entwickelt werden: Nur dann wirkt der ökonomische Hebel vom Pre-Stay bis zum Follow-up – dann aber enorm.

 

Der „digital twin“ als wichtige Brücke zwischen Urlaub und Alltag

Der Stargast unter den Teilnehmer:innen war ein virtueller: der „digital twin“. Vorgestellt von Stressmanager Florian Wolf, entpuppte er sich als ideale Antwort auf die Frage, wie gesunde Routinen in den Alltag eingebaut werden können – durch eine personalisierte KI-basierte Identität, die mit echten Körperdaten arbeitet und so eine punktegenaue hybride Betreuung der Gäste über den Aufenthalt hinaus ermöglicht: ein entscheidender Schritt zur langfristigen Betreuung (und Bindung) von Gästen an Programm und Hotel. Dass das nur funktioniert, wenn sich Verbesserungen bei den Vitalfunktionen nachhaltig einstellen, liegt auf der Hand. Für den Gast ist der „digital twin“ erstens der Beweis, dass das Konzept funktioniert, und zweitens ein zuverlässiger virtueller Begleiter, der die Umsetzung des im Hotel erworbenen Wissens im Alltag erleichtert und überprüfbar macht.

 

Genug Kuchen für alle – auch, weil er stark wächst

Best Practices aus Vorzeigebetrieben – der Sonnenalp und dem Krallerhof – zeigten, wie ganzjährige Basisangebote, saisonale Schwerpunkte und Expert:innen-Formate erfolgreich zusammenspielen und vor allem, dass das Feld breit genug ist für viele Anbieter: Ein Hotel setzt auf Stoffwechselanalyse via Atemgasanalyse, das andere auf antientzündliche Ernährung und Biohacking-Retreats – und das sind nur zwei von zahlreichen Anwendungen. Für die abschließende Expert:innenrunde war klar: Longevity ist – schon ganz allein aufgrund der demografischen Entwicklung (35% mehr Über-65-Jährige in 14 Jahren) kein Nischenthema.

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher E-Mail senden +43 1 5330952-20
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