Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzler Christian Stocker, die Flugabgabe zu senken. „Jetzt brauchen die Airlines zwei Antworten: Ab wann soll die Flugabgabe sinken und um wie viel? Beides zählt, wenn sie entscheiden, wo sie künftig ihre Flugzeuge einsetzen“, sagt ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer.
Fünf neue Langstreckenjets gehen an andere Standorte
Die fünf Boeing 787 Dreamliner, die ab Ende 2027 für Austrian Airlines vorgesehen waren, setzt die Lufthansa-Gruppe nun an anderen Standorten ein. Die AUA verweist auf die hohen Standortkosten in Österreich. Bei der Flugabgabe kann die Bundesregierung direkt ansetzen.
Auch entgangene Nächtigungen gehören in die Rechnung
Finanzminister Markus Marterbauer rechnet für 2027 mit 190 Mio. Euro aus der Flugabgabe. „Wer einen internationalen Kongress plant, schaut zuerst auf die Flugverbindungen. Bekommt eine andere Stadt wegen der besseren Anbindung den Zuschlag, fehlen die Buchungen bei unseren Hotels, die Gäste in unseren Restaurants und dem Finanzminister die entsprechenden Steuereinnahmen“, so Gratzer. Die ÖHV fordert, die Flugabgabe rasch und deutlich zu senken. Die beste Lösung für den Tourismus bleibt aus ihrer Sicht die Abschaffung.