„Österreichische Hotels und ihre Gäste sehen sich seit Monaten mit einer massiven Zunahme von Cyberkriminalität konfrontiert. Datenpannen und Sicherheitsvorfälle bei Technologie- und Systemanbietern führen zu Phishing-Angriffen und Betrugsversuchen. Da stellt sich natürlich die Frage, ob Booking.com als zentraler Marktteilnehmer ausreichende Maßnahmen setzt, um Gäste und Beherbergungsbetriebe bestmöglich vor solchen Risiken zu schützen. Die Europäische Kommission untersucht das jetzt“, erklärt ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer: „Große Online-Plattformen tragen besondere Verantwortung, über ihre Systeme werden sensible Buchungs- und Kommunikationsprozesse abgewickelt.“
Mit mehr Geld zu mehr Sichtbarkeit?
Darüber hinaus untersucht die Europäische Kommission kritische Fragen zur Transparenz, was die Sichtbarkeit auf der Plattform angeht: „Konkret, ob Provisionszahlungen die Sichtbarkeit auf der Plattform beeinflussen. Genau das hat die ÖHV bereits in ihrer Beschwerde nach dem Digital Markets Act vom September kritisiert. Gut, dass die Kommission dem jetzt nachgeht“, so Gratzer. „Hotels brauchen faire, transparente und sichere Rahmenbedingungen. Die nun eingeleitete Untersuchung zeigt, dass unsere Anliegen auch auf europäischer Ebene ernstgenommen werden“, hält Gratzer fest.