Ein Bio-Refugium auf 1.200 m im Kleinwalsertal
Seit vielen Jahren setzt man im Naturhotel auf naturbelassene, regionale und biologische Lebensmittel. Für Sieglinde und Klaus Kessler war es somit ein konsequenter und logischer Schritt, die Küche ihres Hotels komplett auf 100 Prozent Bio umzustellen, und so sind sie seit 2007 auch offiziell ein zertifizierter und kontrollierter Bio-Betrieb. In der Küche des Naturhotels Chesa Valisa wird frisch gekocht, mit Kräutern aus dem eigenen Garten und Produkten aus der Genussregion Kleinwalsertal. Convenience-Produkte und Mikrowelle kommen nicht zum Einsatz. Morgens gibt es fair gehandelten Bio-Kaffee.
Bio hat in unseren Augen nichts mit Askese zu tun, sondern sehr viel mehr mit bewusstem Genießen.
Veganer und vegetarischer Genuss
Vegane und vegetarische Menüs sind fixer Bestandteil der Speisekarte. "Vegetarisch und vegan wird bei uns absolut bevorzugt. Gut 70 Prozent der Gäste entscheiden sich für diese Gerichte. Übertroffen werden diese Werte nur, wenn wir Wildschuss aus dem Kleinwalsertal anbieten. Denn da wissen unsere Gäste was sie bekommen und schätzen wie besonders es ist, das Gericht genießen zu dürfen.", erzählt Magdalena Kessler.
Neben veganer, vegetarischer und ayurvedischer Kulinarik wird auch Regionalität großgeschrieben: Viele Produkte werden von regionalen Partnern aus der Genussregion Kleinwalsertal, Vorarlberg und dem Allgäu bezogen. Fleisch stammt zu einem großen Teil von Biobauern aus dem Kleinwalsertal und der Region, Wild aus den umliegenden Wäldern. Kräuter und Beeren wachsen im hoteleigenen Permakulturgarten, wo Bio-Reste wieder zu Humus und Dünger werden.
Unser Hotelalltag
Das Naturhotel Chesa Valisa überzeugt nicht nur mit Bio-Qualität und seiner traditionellen Vorarlberger Holzbauweise aus naturbelassenem Holz und natürlichen Materialien, auch im Hotelalltag zeigt sich die Naturphilosophie an vielen Stellen:
So kommen zum Beispiel Putzmittel auf Basis von effektiven Mikroorganismen zum Einsatz. Auch in der hauseigenen Wäscherei werden nur ökologische Waschmittel verwendet. Geheizt wird über Fernwärme aus dem regionalen Holzheizwerk, das Warmwasser liefern die hauseigenen Solaranlagen. Zudem benötigen die Zimmer auch an heißen Sommertagen keine Klimaanlage, denn die Lehmwände regulieren Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise.
Auch im AlpinSPA setzt das Naturhotel auf zertifizierte Naturkosmetik. So werden Gesichtsbehandlungen mit der veganen Kosmetikmarke Pharmos Natur mit frischen Aloe-Vera-Blättern durchgeführt.
Ein kleiner Filmtipp am Rande von Magdalena Kessler: Die Dokumentationsreihe „Verdorben“ auf Netflix gewährt tiefe Einblicke in die Nahrungsmittelversorgungskette und enthüllt unappetitliche Tatsachen über unser Essen.
„Käse für Kilometer-Askese“
Mittlerweile verzichten 80 Prozent der Naturhotel-Gäste während ihres Aufenthaltes auf ihr Auto. Wer den Autoschlüssel an der Rezeption abgibt, bekommt einen Parkplatz in der hauseigenen Tiefgarage sowie ein Mountainbike bzw. im Winter eine Langlaufausrüstung/Schneeschuhe für einen Tag zur Verfügung gestellt. Als kleines Dankeschön fürs Autofasten gibt es zum Abschied ein Stück Walser Bio-Bergkäse. E-Bikes stehen Gästen und Mitarbeitenden zur Verfügung. Der Walserbus und die Bergbahnen (im Sommer) sind für Gäste kostenfrei.
Tradition und Wissen erhalten und weitergeben
Neben Genuss und Bauweise liegt der Familie Kessler auch der Erhalt von Traditionen am Herzen. So wird Kräuterwissen regelmäßig an Gäste und vor allem auch an die Mitarbeitenden weitergegeben, denn eine Unternehmensphilosophie muss auch vom Team mitgetragen werden.
Mein Lieblingsklimateller
Entdecken Sie den Lieblingsklimateller von Magdalena Kessler: Walser Reh mit geeister Preiselbeere, Winterkraut und Kräuter-Semmelroulade