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Vier neue kaufmännisch-administrative Lehrberufe für die Hotellerie
Arbeit & Fachkräfte, Ausbildung, Mitarbeiter

Vier neue kaufmännisch-administrative Lehrberufe für die Hotellerie

Für vier Hotel-Lehrberufe wurden neue Ausbildungsvorschriften verordnet: Neue Ausbildungsmöglichkeiten sollen Hotel- und Betriebsdienstleister/in (bisher: Betriebsdienstleistung) und Hotel- und Restaurantfachmann/-frau bieten, überarbeitet wurden Hotel- und Gastgewerbeassistent/in sowie Hotelkaufmann/-frau. Die neuen Ausbildungsordnungen traten mit 01. Mai 2020 in Kraft.

22. April 2019

Wie uns der Bundesausbildungsleiter für den Tourismus in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), KR Gerold Royda, schon für die lobby 3/2019 erläuterte, soll der Hotel- und Betriebsdienstleister in den Bereichen Haustechnik, Housekeeping und Büro ausgebildet und eingesetzt werden. Im Housekeeping wird die Ausbildung z.B. Hygienestandards umfassen, im Büro u.a. Warenbeschaffung, Inventur oder Dienstpläne erstellen. Hotel- und Restaurantkaufleute werden – als Doppellehrberuf - nur in solchen Betrieben ausgebildet werden können, die nicht nur eine komplette Rezeptionsausbildung vermitteln können, sondern auch ein vollwertiges Restaurant haben. Bei HGA und Hotelkaufmann/-frau wird es zu einer besseren Differenzierung der beiden Ausbildungen kommen. Der HGA wird künftig auch im Frühstücks- und Seminarbereich ausgebildet bzw. eingesetzt werden. Hotelkaufleute bekommen, wie bisher, eine reine Rezeptionsausbildung. Um sie auszubilden, benötigt ein Betrieb keinen gastronomischen Bereich.

Kompetenzorientierte Ausbildung

In Summe werden die Ausbildungsverordnungen für 31 Lehrberufe mit neuen und digitalen Inhalten modernisiert. Im Vordergrund steht noch mehr als bisher die Kompetenz zu selbstverantwortlichem und nachhaltigem Arbeiten. Dazu dient insbesondere die Gliederung der neuen Berufsbilder in fachspezifische und fachübergreifende Kompetenzbereiche.

Die vier Ausbildungsordnungen für kaufmännisch-administrative Lehrberufe für die Hotellerie fokussieren stärker auf Kundenorientierung und neue digitale Anwendungen. Gemäß dem Gesamtschema sind auch diese Lehrberufe kompetenzorientiert formuliert.

Bei der „Kompetenzorientierung“ geht darum, so Bundesausbildungsleiter Royda, dass die Lehrlinge nach Ende der Lehrzeit unter Beweis stellen, dass sie das Gelernte verstanden haben. Künftig steht nicht mehr die Vermittlung von einzelnen Kenntnissen und Fertigkeiten im Vordergrund. Es geht darum, dass die Lehrlinge die Gesamtheit der Abläufe, Prozesse und Tätigkeiten so verstehen und auch können, dass sie diese im Berufsalltag richtig einsetzen und damit umgehen können. Dafür ändern sich auch die Prüfungen: Ein reines Auswendiglernen wird künftig nicht mehr reichen, der Prüfling wird auf die Fragen „in eigenen Worten“ antworten müssen. Also: Weg vom Lernen für die Prüfung, hin zum Ausbilden für die Praxis.

Gerüstet für den digitalen Wandel

Während der Ausbildung soll den Lehrlingen auch Know-how im „Digitalen Arbeiten“ vermittelt werden: Z.B. Wissen um Datenschutzgrundverordnung, Urheberrecht und Datenschutzbestimmungen, das Erkennen von Gefahren und Risiken (wie Phishing-E-Mails oder Viren), die Einschätzung der Zuverlässigkeit von Informationsquellen oder verantwortungsbewusstes Agieren in sozialen Netzwerken.

Mag. Maria Wottawa

Mag. Maria Wottawa

Leitung ThemenmanagementE-Mail senden+43 1 5330952-14
Margot Leitner

Margot Leitner

RegionalmanagementE-Mail senden+43 1 5330952-41

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