Die Gesamtausgaben im Tourismus sind seit dem letzten Vorkrisenjahr 2019 bis 2024 nominell um 26,8 % gestiegen – von 30,6 auf 38,8 Mrd. Euro. Die touristische Wertschöpfung erhöhte sich im selben Zeitraum um 24,2 %, von 24,4 auf 30,3 Mrd. Euro.
Dieses Wachstum ist jedoch vor dem Hintergrund der Preisentwicklung zu betrachten: Inflationsbereinigt verzeichnete die Branche einen Rückgang von 2,5 % bei den Umsätzen und von 3,9 % bei der Wertschöpfung. Die wirtschaftliche Leistung des Tourismus wurde somit unter deutlich erschwerten Rahmenbedingungen erbracht.
Beschäftigungsplus auch in herausfordernden Zeiten
Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage konnte die Beschäftigung im Tourismus ausgeweitet werden. Die Zahl der Beschäftigten stieg von 266.000 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2019 um 6,0 % auf 282.000 im Jahr 2024. Der Anteil an der Gesamtbeschäftigung erhöhte sich damit von 6,7 % auf 6,9 %.
Dieses Beschäftigungsplus belegt die Stabilität und Leistungsfähigkeit der Branche. Zugleich zeigen die bestehenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dass weiteres Potenzial vorhanden ist, das mit gezielten Verbesserungen besser genutzt werden könnte.
Unverzichtbar für den Standort Österreich
Neben der direkten Wertschöpfung entfaltet der Tourismus erhebliche indirekte Effekte: durch Aufträge an regionale Betriebe, Investitionen in Infrastruktur sowie durch die Ausgaben der Gäste.
Damit leistet die Branche einen wesentlichen Beitrag zu Beschäftigung, regionaler Entwicklung und Wohlstand – von urbanen Zentren bis in periphere und alpine Regionen.
Public Affairs für KMU und Leitbetriebe
Die Österreichische Hotelvereinigung arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Branchenunternehmen und ihre Beschäftigten.
Als größte freiwillige Interessenvertretung im österreichischen Tourismus vertreten wir 1.700 Leitbetriebe – vom kleinen Familienbetrieb bis zur internationalen Konzernhotellerie, von Serviced Apartments über klassische Ferienhotels bis hin zu Design- und Luxushotels.
Aktive Beteiligung am politischen Prozess: eine starke Stimme
Durch direkte Kontakte in Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie durch regelmäßige Mitgliederbefragungen erhebt die Österreichische Hotelvereinigung laufend, welche Rahmenbedingungen die Branche benötigt. Dieses Wissen aus der betrieblichen Praxis, ergänzt um die Erfahrung von 1.700 Leitbetrieben, wird systematisch aufbereitet und in den politischen Entscheidungsprozess eingebracht:
- in persönlichen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträger:innen und Verwaltung
- in Stellungnahmen zu Gesetzes- und Verordnungsentwürfen
- in Positionspapieren und Politikbriefen
- durch kontinuierliche Medienarbeit
So bringen wir praxisnahe Expertise aus den Betrieben strukturiert in den politischen Entscheidungsprozess ein – mit dem Ziel, tragfähige und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Branche zu erreichen.
Interessenvertretung an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft
Public Affairs verstehen wir als strategisches Umfeldmanagement an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder auf nationaler und internationaler Ebene und tragen zu einer sachlichen, faktenbasierten Beurteilung branchenrelevanter Fragestellungen bei.
Dieses Vorgehen unterstützt eine planbare, realistische und umsetzbare Tourismuspolitik und verbessert langfristig die Rahmenbedingungen für den Standort Österreich.
Wissenstransfer als Schlüssel zum Erfolg
Einblicke in unsere Mitgliederbefragungen und Studien sowie aktuelle Positionen stellen wir transparent zur Verfügung. Unsere Medienarbeit trägt dazu bei, wirtschaftliche Zusammenhänge einzuordnen und Verständnis für die Anliegen der Branche zu schaffen. Die aktuellsten Aussendungen finden Sie immer auf unserer Startseite!
Engagierte Struktur, breite Verankerung
Die Arbeit der Österreichischen Hotelvereinigung wird getragen von:
- der Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung, Walter Veit,
- ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer
- das Präsidium mit Vizepräsident:innen und Landesvorsitzenden,
- aktive Beiräte in jedem Bundesland und
- das Public Affairs-Team der ÖHV: Martin Stanits, Oliver Schenk MA, Margot Leitner und Caroline Preinfalk MBA
Diese Struktur gewährleistet eine enge Anbindung an die betriebliche Praxis und eine bundesweite Interessenvertretung.
Höchste Standards in der politischen Arbeit
Als Mitglied der Österreichischen Public Affairs Vereinigung (ÖPAV) unterliegt die ÖHV dem ÖPAV-Verhaltenskodex. Unsere Arbeit ist geprägt von Transparenz, Integrität und der Achtung der demokratischen Grundordnung.