Die drei wichtigsten Erkenntnisse
-
Reiselust bleibt hoch
Fast acht von zehn Österreicher planen zwischen Juni und September zumindest einen Sommerurlaub. Das Reiseverhalten bleibt damit gegenüber dem Vorjahr bemerkenswert stabil. -
Österreich bleibt Fixpunkt
Mehr als jede Zweite plant zumindest einen Teil des Sommerurlaubs im Inland. Besonders gefragt bleiben Steiermark, Kärnten und Salzburg. -
Direktbuchung bleibt stark
Österreichurlaube werden fast ebenso häufig direkt bei der Unterkunft wie über Online-Buchungsplattformen gebucht. Für heimische Betriebe bleibt der direkte Kontakt zum Gast damit ein zentraler Wettbewerbsvorteil.
Österreich bleibt Fixpunkt der Sommerreise
Österreich behauptet auch 2026 seine starke Position als Sommerdestination. Mehr als jede Zweite (53,5 %) plant zumindest einen Teil des Sommerurlaubs im Inland – nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (55,3 %). Gleichzeitig wollen rund sechs von zehn auch ins Ausland reisen. Viele kombinieren damit im Laufe des Sommers einen Österreich- mit einem Auslandsurlaub.
Innerhalb Österreichs bleiben die Steiermark, Kärnten und Salzburg die beliebtesten Sommerdestinationen. Für die heimische Hotellerie bestätigt sich damit einmal mehr: Österreich ist für viele Gäste keine Alternative zum Auslandsurlaub, sondern ein fixer Bestandteil ihrer Reiseplanung.
Aktivurlaub setzt seinen Aufwärtstrend fort
Aktivurlaub gewinnt weiter an Bedeutung und entwickelt sich dynamischer als klassische Urlaubsformen. Sein Anteil steigt gegenüber dem Vorjahr von 26,8 % auf 31,4 %. Wellnessurlaub geht leicht von 24,8 % auf 21,1 % zurück, Badeurlaub am See von 20,4 % auf 19,2 %.
Juli und August bleiben die wichtigsten Reisemonate. Gleichzeitig gewinnen Juni und September – insbesondere für Urlaub in Österreich – weiter an Bedeutung. Das unterstreicht das Potenzial der Vor- und Nachsaison für viele Betriebe.
Digital informieren, direkt buchen
Die Urlaubsplanung erfolgt überwiegend digital. Mehr als vier von zehn Österreicher:innen informieren sich über Suchmaschinen, Reiseblogs und Bewertungsplattformen. Knapp drei von zehn verlassen sich auf Empfehlungen aus Familie und Freundeskreis.
Bei der Buchung zeigt sich ein klares Bild: Für Österreichurlaube buchen 45,3 % direkt bei der Unterkunft und damit nahezu gleich viele wie über Online-Buchungsplattformen (45,1 %). Bei Auslandsreisen dominieren hingegen OTAs wie Booking oder Expedia deutlich: Rund sechs von zehn buchen über Plattformen, lediglich 31,0 % direkt bei der Unterkunft.
Für heimische Hotelbetriebe bestätigt das die hohe Bedeutung einer professionellen Direktbuchungsstrategie. Eine überzeugende Website, attraktive Direktbuchervorteile und der direkte Kontakt zu den Gästen bleiben entscheidende Wettbewerbsvorteile.
KI hält Einzug in die Urlaubsplanung
Künstliche Intelligenz gewinnt bei der Urlaubsplanung spürbar an Bedeutung, spielt derzeit aber noch eine ergänzende Rolle. Sowohl der Anteil regelmäßiger als auch gelegentlicher Nutzer ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dennoch nutzt knapp zwei Drittel der Österreicher:innen KI bei der Reiseplanung noch nicht. Persönliche Empfehlungen, klassische Online-Recherche und die Informationen der Betriebe bleiben damit die wichtigsten Entscheidungsgrundlagen. Gleichzeitig deutet der Trend darauf hin, dass KI die Reiseplanung künftig zunehmend ergänzen wird.
Für die heimische Hotellerie zeigt der ÖHV-Urlaubsradar vor allem eines: Die Nachfrage bleibt stabil, aber der Wettbewerb um Sichtbarkeit, direkte Gästebeziehung und passende Angebote wird wichtiger. Wer Aktivurlaub, starke Direktbuchungswege und klare digitale Informationen gut zusammendenkt, kann die stabile Reiselust gezielt für den eigenen Betrieb nutzen.