Vogerlsalat ist wohl das bekannteste Wintergemüse und auch in den kalten Monaten in der Gastronomie beliebt. Der Klassiker ist vielerorts gerne am Salatbuffet oder im Erdäpfel-Salat mit Kürbiskernöl zu finden. Der Winter hierzulande hat jedoch noch viel mehr zu bieten: Zahlreiche Salate, Kräuter, verschiedene Sorten an Wurzel- und Knollengemüse und unzählige farbenfrohe Kohlarten stellen nicht nur eine regionale und schmackhafte, sondern auch eine klimafreundliche und ressourcenschonende Wahl dar.
Warum Wintergemüse?
Im Gegensatz zu Tomaten, Zucchini und Gurken kann Wintergemüse auch in der kalten Jahreszeit im Freiland oder in unbeheizten Folientunneln angebaut werden. In Österreich beginnt die Wintergemüse-Zeit Ende November und endet Anfang April. Wer nun beim Einkauf nach heimischem Mangold, Romana-Salaten oder Radieschen greift, fördert nicht nur die Nachfrage, sondern entscheidet so schlussendlich auch mit, was in den Gemüseregalen der Großmärkte nachgeschlichtet wird. Auch für Gäste kann es eine willkommene Abwechslung sein, wenn der Farbtupfer am Teller aus Rotkraut oder Zierkohl besteht. Letzterer macht mit seinen violetten, gekrausten Blättern nicht nur am Tellerrand etwas her: Er lässt sich auch genauso schmackhaft wie Kohl (Wirsing) zubereiten. Auch aus ernährungsphysiologischer Sicht macht es Sinn, sich für saisonales Gemüse zu entscheiden, da es als wertvolle Quelle für Vitamine und Nährstoffe dient. Zudem verringern lange Transportwege und Lagerzeiten den Gehalt an bestimmten empfindlichen Vitaminen wie beispielsweise Vitamin C.
Klimafreundliche Vitamin C-Lieferanten
Winterzeit ist Erkältungszeit: Um sich vor einer Infektion zu schützen, achten viele Menschen im Winter besonders darauf, ihren Vitamin C-Bedarf zu decken. Gerne wird dabei zu Zitrusfrüchten und exotischem Obst gegriffen. Dabei gibt es auch eine Reihe heimischer Obst- und Gemüsearten, die in den Wintermonaten Saison haben und sich aufgrund ihres hohen Vitamin C-Gehalts ebenso gut dazu eignen.
Zu den absoluten Spitzenreitern der heimischen Vitamin C-Lieferanten zählen Kren, Kohlsprossen, Kohl und Kraut – und das sogar im internationalen Vergleich. So liefert Kohl mit 50 Milligramm je 100 Gramm ebenso so viel Vitamin C wie Orangen. Und während es Kren auf 114 Milligramm pro 100 Gramm schafft, enthält Zitronensaft „nur“ 53 Milligramm Vitamin C je 100 Milliliter.
Weitere wertvolle heimische Vitamin C-Quellen im Winter sind Rot-, Weiß- und Sauerkraut, Rucola- und Vogerlsalat, Chinakohl, Porree, Äpfel und sogar Erdäpfel. Um einen Verlust an Vitaminen zu vermeiden, spielt hierbei die richtige Zubereitung eine wichtige Rolle: Das Gemüse sollte nur kurz gewaschen, schonend und möglichst kurz gegart werden.
Saisonkalender
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