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Energiekostenzuschuss rasch beantragen
Aktuell, Teuerung

Energiekostenzuschuss rasch beantragen

Bis 28.11. war die Voranmeldung für den Energiekostenzuschuss möglich. Achtung: Das limitierte Förderungs-Budget wird in der Reihenfolge der vollständig eingebrachten Anträge vergeben.

01. Dezember 2022

Richtlinie

  • Die Richtlinie für den Energiekostenzuschuss ist endlich da und über die aws-Website abrufbar!

  • Wir freuen uns sehr, dass wir ÖHV-Mitgliedern gemeinsam mit LBG Österreich am 01. Dezember ein Webinar zur Antragstellung anbieten konnten. Die Präsentation sowie die Aufzeichnung finden Sie am Ende dieses Artikels.


Bis 28.11.2022 konnten sich Unternehmen auf der aws-Website für den Energiekostenzuschuss voranmelden und haben in weiterer Folge per Mail ein Zeitfenster zugewiesen bekommen, in dem nun die Antragstellung möglich ist.

Wie die Ermittlung der Energieintensität erfolgen kann, wie der Produktionswert oder der förderungsfähige Energieverbrauch ermittelt wird oder welches Jahr für die Umsatzgrenze relevant ist, wird in den FAQs näher behandelt.

Je nach Förderstufe soll der Energiekostenzuschuss Unternehmen mit 2.000 Euro bis 50 Mio. Euro unterstützen. Insgesamt stehen 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Sie sollten Ihren Antrag allerdings möglichst rasch einbringen, da er Fördertopf begrenzt ist und in der Reihenfolge der vollständig eingebrachten Anträge vergeben wird.Pro Unternehmen kann nur ein Antrag gestellt werden. Der Förderzeitraum reicht von 01.02. bis 30.09.2022.

Der Energiekostenzuschuss für Unternehmen

Durch den Energiekostenzuschuss sollen energieintensive Unternehmen mit einer Förderung in der Höhe von 30 % ihrer Mehrkosten für Strom, Erdgas und Treibstoffe unterstützt werden. Die Förderung ist in einem Stufenprogramm geregelt – ab der Stufe zwei können nur mehr Strom und Erdgas gefördert werden.

Wer kann den Energiekostenzuschuss beantragen?

  • Bestehende, energieintensive Unternehmen mit Betriebsstätte in Österreich.
  • Bis zu einem Jahresumsatz von 700.000 Euro kann jedes Unternehmen, das von erhöhten Energiekosten betroffen ist, unabhängig von der Energieintensität den Zuschuss beantragen.
  • Über einem Jahresumsatz von 700.000 Euro können nur energieintensive Unternehmen den Zuschuss in Anspruch nehmen. Die Höhe der Energiekosten muss dafür mindestens 3 % des Produktionswertes betragen. Der „Produktionswert“ ist gem. Energiesteuer-Richtlinie der Umsatz (Umsatz-Kennzahl 9040/9050 gem. ESt-/KSt-Erklärung) plus/minus Vorratsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen und zum Wiederverkauf erworbenen Waren und Dienstleistungen minus Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf.
  • Die Energieintensität ist bei Beantragung durch eine Bestätigung eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Bilanzbuchhalters nachzuweisen und muss grundsätzlich auf Basis des Jahresabschlusses 2021 oder des letztverfügbaren Abschlusses ermittelt werden. In der Basisstufe kann die Energieintensität optional im Jahr 2022 auf Basis der Kennzahlen von 01.01.2022 bis 30.09.2022 ermittelt werden.
  • Ausgenommen sind unter anderem Unternehmen, die gemäß volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung als staatliche Einheit gelten, aber auch energieproduzierende oder mineralölverarbeitende Unternehmen sowie Unternehmen aus dem Bereich Banken- und Finanzierungswesen.

Die einzelnen Förderstufen des Energiekostenzuschusses

Die förderfähigen Energiemehrkosten beziehen sich auf den reinen Energiepreis, d. h. der Preis pro Mengeneinheit Energie exkl. Steuern, Abgaben, Umlagen, Transaktionskosten und Netzentgelte.

Stufe 1

In Stufe 1 werden Mehrkosten für Strom, Erdgas und Treibstoffe mit 30 % der Preisdifferenz zum Vorjahr gefördert. Die Zuschussuntergrenze beträgt 2.000 Euro, die Obergrenze 400.000 Euro.

Stufe 2

Für den Zuschuss in Stufe 2 müssen sich als Voraussetzung die Preise für Strom und Erdgas zumindest verdoppelt haben. In diesem Fall werden bis zu 70 % des Vorjahresverbrauchs mit max. 30 % gefördert. Die maximale Förderhöhe beträgt hier 2 Millionen Euro. Treibstoffe können in dieser Stufe nicht gefördert werden.

Stufe 3

Ab Stufe 3 müssen Unternehmen zudem zusätzlich einen Betriebsverlust aufgrund der hohen Energiekosten vorweisen. Förderbar sind lt. Wirtschaftsbund höchstens 50 % der Energiemehrkosten und höchstens 80 % der Betriebsverluste (Bemessungsgrundlage wie in Stufe 2) bis zur Höhe von max. 25 Mio. Euro, jedoch gedeckelt mit 70 % des Verbrauchs 2021.

Stufe 4

In Stufe 4 können nur ausgewählte Branchen, wie beispielsweise Stahl- oder Papierproduzenten, unterstützt werden. Hier sind maximale Zuschüsse von bis zu 50 Millionen Euro möglich.

Pauschalfördermodell für Unternehmen, welche die Zuschussgrenze von 2.000 Euro nicht erreichen

In Ergänzung zum aws Energiekostenzuschuss ist ein Pauschalförderungsmodell in Ausarbeitung. Dieses ermöglicht Unternehmen, deren Energiemehrkosten im Zeitraum 01.02.2022 bis 30.09.2022 nicht mehr als 6.666 Euro ausmachen (und daher unter die Mindestgrenze von 2.000 uro Zuschussbetrag gem. aws Energiekostenzuschuss fallen) einen Zuschuss zu beantragen.
HINWEIS: Es handelt sich dabei um eine ergänzende Maßnahme – eine Voranmeldung zum aws Energiekostenzuschuss ist daher für die betroffenen Unternehmen NICHT erforderlich. Informationen zu dieser ergänzenden Maßnahme werden nach Ausarbeitung auf der aws-Website zur Verfügung gestellt.

Wie wird die Förderung beantragt?

  • Förderungszeitraum: Gefördert werden Energie-Mehrkosten für den Zeitraum von 01. Februar 2022 bis zum 30. September 2022. Sollte die Europäische Kommission die Genehmigungsfrist über das Jahresende hinaus verlängern, ist lt. Wirtschaftsministerium eine entsprechende Verlängerung grundsätzlich möglich.
  • Registrierung: Von 07. bis 28.11. war eine Voranmeldung auf der Website der aws auf Basis von Stammdaten zwingend erforderlich. Unternehmen erhielten in der Folge eine Absendebestätigung und Informationen über einen Zeitraum für die formale Antragseinreichung.
  • Antragsstellung: Pro Unternehmen kann nur ein Antrag gestellt werden. Dieser muss alle förderbaren Energieformen umfassen. Förderzusagen werden bis längstens 30. Juni 2023 gegeben.
  • Auszahlung: Die Auszahlung erfolgt auf Basis der bei Antragstellung vorgelegten Unterlagen. (Ausnahme: Detailstichproben zur umfassenderen Prüfung der Unternehmensangaben - Hier werden zusätzliche Belege angefordert). Auszahlungen sollen bis spätestens 31. Dezember 2023 erfolgen.

Zum Nachsehen: ÖHV-Webinar Energiekostenzuschuss

Mag. Alexander Komarek und Julia Niederleitner, LL.B. (WU) von LBG Österreich präsentierten am 01.12.2022 im Rahmen eines Webinars für ÖHV-MItglieder Key-Facts zum Energiekostenzuschuss und was es bei der Beantragung zu beachten gibt bzw. was man bereits vorbereiten kann. 

Die Aufzeichnung des Webinars zum Nachsehen finden Sie in Kürze an dieser Stelle.

Die Präsentation zum Download:

Ihre Ansprechpartnerin

Mag. Maria Wottawa

Mag. Maria Wottawa

Leitung MitgliederserviceE-Mail senden+43 1 5330952-14
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