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Effizienz trifft Wandel
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Effizienz trifft Wandel

Was Hotels von den neuen Apartmentkonzepten lernen können, zeigt Hotel- und Tourismus-Experte Roman Kopacek.

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Was einst als Nischenprodukt begann, ist heute ein fester Bestandteil der Beherbergungslandschaft: Serviced Apartments. Das in den 1960er-Jahren in den USA entstandene Konzept hat in Österreich stark an Bedeutung gewonnen. Die Zahl der Betriebe hat sich binnen weniger Jahre verdreifacht – ein Beleg für die Attraktivität eines Modells, das Effizienz und Flexibilität neu definiert. Doch was macht Serviced Apartments so erfolgreich – und was kann die Hotellerie daraus lernen?

 

Reduktion als Stärke

Häufig setzen Serviced-Apartment-Betriebe auf ein schlankes Servicekonzept: Reinigung bei Abreise oder auf Wunsch, kein 24-Stunden-Frontdesk, reduzierte Gastronomie. Ergänzt wird dies durch einen hohen Grad an Digitalisierung – viele Anbieter, etwa numa oder limehome, gestalten die gesamte Guest Journey automatisiert. Buchung, Check-in, Kommunikation, Check-out: alles digital, alles effizient. Auch in der Hotellerie hat dieser Ansatz Einzug gehalten. Viele Betriebe nutzen Self-Check-in, digitale Gästekommunikation oder automatisierte Personalplanung. Das Ergebnis: Entlastung für Mitarbeitende und Fokus auf jene Momente, in denen persönliche Präsenz den Unterschied macht.

 

Flexibilität als Zukunftsmodell

Serviced Apartments überzeugen durch Wandlungsfähigkeit. Sie sprechen Geschäftsreisende, Expats, Studierende oder Leisure-Gäste gleichermaßen an – und lassen sich bei Bedarf zu Co-Living- oder Mid-Stay-Konzepten weiterentwickeln. Diese Vielseitigkeit stabilisiert Auslastung und Ertrag, auch in volatilen Zeiten. Hotels können davon profitieren, indem sie einzelne Bereiche oder Zimmerkategorien nach dem Apartmentprinzip adaptieren – etwa mit Kitchenettes, modularen Grundrissen oder längeren Aufenthaltsangeboten.

 

Raum als Strategie

Manche Serviced Apartments setzen auf maximale Flächeneffizienz, andere auf räumliche Großzügigkeit und Begegnung. Beispiele wie Zoku, Somerset, lyf oder District Living in Wien zeigen, dass Community-Bereiche ein wesentlicher Teil des Markenerlebnisses sein können. Entscheidend ist die Kohärenz zwischen Konzept und Zielgruppe: Business, Longstay, Leisure – jedes Segment erfordert eine klare Produktlogik.

Auch für Hotels gilt: Wer Räume und Services auf klar definierte Gästebedürfnisse ausrichtet, steigert Effizienz und Markenprofil.

Fazit

Serviced Apartments sind kein Widerspruch zur Hotellerie, sondern eine Inspirationsquelle. Sie zeigen, wie sich betriebliche Effizienz, Digitalisierung und Gästefokus verbinden lassen, ohne Qualität zu verlieren. Wer diese Prinzipien intelligent integriert, stärkt seine Wirtschaftlichkeit und gestaltet aktiv die Zukunft einer Branche im Wandel.

Der Autor

Roman Kopacek
Managing Director Wien, Michaeler & Partner
michaeler-partner.com
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