Sichtbarkeit von Hotels
In diesem neuen Ökosystem reicht eine gute Platzierung nicht mehr aus. Entscheidend ist, von KI-Systemen korrekt erfasst und eingeordnet zu werden.
Genau hier setzt das neue White Paper an, das von Jean-Claude Morand und Roland Schegg verfasst wurde und sich an Hoteliers, Destinationen und weitere Akteure im Tourismus richtet.
Vom SEO zum GEO: Warum sich die Spielregeln ändern
Jahrelang beruhte Online-Sichtbarkeit auf klassischem SEO: relevante Keywords, Backlinks, gute Rankings bei Google. Generative Antwortsysteme funktionieren jedoch anders. Sie liefern nicht mehr eine Liste mit Dutzenden von Links, sondern direkt wenige konkrete Empfehlungen – häufig nur drei bis fünf Hotels – auf eine natürlich formulierte Anfrage.
Dieser Wandel markiert den Übergang von Search Engine Optimization (SEO) zu Generative Engine Optimization (GEO).
Wer von einer KI empfohlen werden will, muss klare, strukturierte und konsistente Informationen bereitstellen, und zwar über alle relevanten Kanäle hinweg: Website, OTA-Profile, Google Business Profile, touristische Informationssysteme oder Drittplattformen. Es geht nicht mehr primär um Ranking, sondern um Verständlichkeit und Datenqualität.
Wie spricht man die Sprache der KI?
KI-Systeme „lesen“ keine Websites wie Menschen. Sie analysieren und vergleichen Daten. Sind Informationen widersprüchlich, unvollständig oder ausschliesslich in Werbetexte eingebettet, wird ein Hotel im schlimmsten Fall gar nicht berücksichtigt.
Konkret bedeutet das: Die eigene Website sollte wie eine digitale Visitenkarte aufgebaut sein. Dazu gehören klare Angaben zu Adresse, Klassifizierung, Zimmerkategorien, Ausstattung, Services, Öffnungszeiten und Konditionen. Für Gäste bleibt die Darstellung unverändert. Für KI-Systeme hingegen sind diese strukturierten Informationen entscheidend, um ein Hotel korrekt einzuordnen und weiterzuempfehlen.
Noch viel ungenutztes Potenzial
Gerade kleine und mittlere Betriebe nutzen diese Möglichkeiten bislang häufig nur teilweise. Dabei bietet der Ansatz drei klare Vorteile:
Das Hotel behält die Kontrolle über seine eigenen Daten.
Die Strategie ist nicht von einer einzigen Plattform abhängig.
Die Sichtbarkeit verbessert sich sowohl in klassischen Suchmaschinen als auch in KI-generierten Antworten.
In einer Umgebung, in der Reisende nur noch eine kurze automatisierte Auswahl erhalten, wird die Präsenz auf dieser „Shortlist“ strategisch entscheidend.
Das White Paper versteht sich als konkretes Arbeitsinstrument. Es erläutert die aktuellen Entwicklungen und liefert umsetzbare Empfehlungen für Geschäftsleitungen, Marketingteams und digitale Partner.
Denn eines ist klar: Für KI sichtbar zu sein, ist kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit.
Wir bedanken uns sehr herzlich, dass wir diese Studie teilen dürfen bei:
Ordentlicher Professor FH, Roland Schegg, roland.schegg@hevs.ch