Für den aktuellen ÖHV-Urlaubsradar hat die Österreichische Hotelvereinigung gemeinsam mit Reppublika rund 1.000 Österreicher:innen zu ihren Plänen für die Osterferien befragt. 2026 geben 25% an, zu Ostern zu verreisen, 2025 waren es 26%, 2024 28% – nach einem leichten Hoch vor zwei Jahren hat sich die Reisequote auf einem stabilen Niveau eingependelt. 56% bleiben heuer zuhause, 19% sind noch unentschlossen. Das bestätigt den Trend der vergangenen Jahre: Die Lust auf Urlaub ist da, Entscheidungen fallen aber zunehmend kurzfristig und bewusster.
Inlandsanteil: Österreich bleibt erste Wahl
Wer verreist, setzt weiterhin klar auf Österreich. 63% der Urlauber:innen verbringen ihren Osterurlaub im Inland, 40% im Ausland – Werte, die seit 2024 nur minimal schwanken. Österreich behauptet damit seine Rolle als bevorzugtes Oster-Reiseziel. Im Bundesländer-Ranking liegt die Steiermark auch 2026 an erster Stelle und bestätigt ihre Spitzenposition der Vorjahre. Dahinter folgen Oberösterreich und Wien im vorderen Feld: Oberösterreich punktet mit Seen, Natur und Brauchtum, Wien mit Ostermärkten, Kulturangebot und urbanem Flair – knapp gefolgt von Salzburg, das bei den Nennungen nahezu ex aequo mit Wien liegt und vor allem mit Berg- und Naturerlebnissen sowie Ostertraditionen überzeugt.
Urlaubstyp: Mehr Wellness als im Vorjahr
Am deutlichsten sind die Veränderungen bei der Art des Urlaubs. 2026 entscheiden sich 44% der Osterurlauber:innen im Inland für einen Erholungs- oder Wellnessurlaub, im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei rund 36%. Die Nachfrage nach „Runterkommen und Auftanken“ gewinnt damit klar an Gewicht. Aktiv- und Erlebnisurlaube – von Skifahren über Wandern bis Radfahren – kommen auf rund 20% und liegen damit in etwa auf dem Niveau von 2025. Etwa 19% nutzen Ostern vor allem für Besuche bei Verwandten und Freund:innen, Städtereisen und Kulturtrips ergänzen das Angebot und bleiben ein relevanter, aber nicht dominanter Baustein.
Budget: Urlaub mit Fokus auf mittlere Preislagen
Erstmals wurden 2026 die geplanten Ausgaben für den Osterurlaub detailliert erhoben. 30% der Urlauber:innen planen mit weniger als 500 Euro, weitere 34% mit 500 bis 999 Euro – rund zwei Drittel bewegen sich damit im unteren bis mittleren Preisbereich. 16% rechnen mit Ausgaben von 1.000 bis 1.499 Euro, 8% mit 1.500 bis 1.999 Euro, 6% mit 2.000 Euro oder mehr. Ein direkter Vergleich mit den Vorjahren ist aufgrund der fehlenden Vorjahresabfrage noch nicht möglich, der erste Messpunkt zeigt aber klar: Urlaub ja, aber mit genauer Kalkulation.