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ÖHV zu Nothilfefonds: Dienstleister gleichbehandeln, Banken in die Pflicht nehmen!
Presse

ÖHV zu Nothilfefonds: Dienstleister gleichbehandeln, Banken in die Pflicht nehmen!

Der Nothilfefonds wird begrüßt, entscheidende Details müssen aber in den Richtlinien geändert werden.

03. April 2020

Die Österreichische Hoteliervereinigung begrüßt den vorgestellten Nothilfefonds des Bundes: „Die Bedingung für die Auszahlungen – Umsatzrückgänge um 40% im Krisenzeitraum – erfüllen die Tourismusbetriebe leicht. Jetzt geht es darum, rasch die Richtlinien zu veröffentlichen, um endlich Liquidität in die Betriebe zu bekommen“, hält ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer fest. Wichtig sei, dass wesentliche Details in den Richtlinien richtig festgehalten werden.

 

Ware und Dienstleistung gleichbehandeln!

Gesprochen wurde bei der Präsentation nur davon, dass verdorbene Ware ersetzt wird: „Aber auch eine Nächtigung, die heute nicht verkauft werden kann, ist morgen keinen Cent wert. Das ist eine Abwertung um 100%“, stellt Gratzer fest. In den Richtlinien müsse dezidiert festgehalten werden, dass Anbieter von Waren und Dienstleistungen gleichbehandelt werden.

 

Appell an österreichische Banken: In schwierigen Zeiten Rückgrat beweisen

Die Übernahme von 90% statt wie bisher 80% der Garantien für Überbrückungskredite durch den Bund bewertet Gratzer nach Berichten über zahlreiche abgelehnte Kreditanträge als Schritt in die richtige Richtung. Doch ein Blick nach Deutschland – dort hat der Bund von Beginn weg 90% der Haftungen übernommen – alarmiert: Dort werden 74% der KMU-Anträge abgelehnt: „Österreichs Banken müssen ihrer Verantwortung nachkommen, in guten wie in schlechten Zeiten!“, so Gratzer.

 

Geldkreislauf stockt: Not-OP am offenen Herzen JETZT!

Am Ende des Tages dürften nicht die gesetzten Maßnahmen verglichen werden, hält Gratzer in Richtung Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer fest, sondern an den Ergebnissen: „Die ÖHV hat ein wachsames Auge darauf, ob die theoretisch großartige Hilfe auch in der Praxis bei den Betrieben ankommt.“ Einen Beitrag soll die WKÖ durch das Einwirken auf den Bankensektor leisten: „Dr. Mahrer, stellen Sie sicher, dass der Blutkreislauf nicht stockt. Die Engstelle liegt direkt bei der Pumpe: den Banken transportieren den Lebenssaft Geld nur stockend zu unseren lebenswichtigen Organen weiter: den KMU! Da braucht es eine Not-OP!“ 

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & UnternehmenssprecherE-Mail senden+43 1 5330952-20
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