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ÖHV: Verlustersatz – wichtiger Schritt auf langem Weg
Presse

ÖHV: Verlustersatz – wichtiger Schritt auf langem Weg

Viele Tausend Arbeitsplätze werden zumindest auf Zeit gerettet, der Teufel steckt im Detail: Gerade mitarbeiterintensive Großbetriebe stoßen beim Maximalbetrag rasch an Grenzen.

15. Dezember 2020

Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, begrüßt den heute präsentierten Verlustersatz von 3 Mio. Euro. Viele rechtliche Details sind für die Beantragung, die morgen starten soll, noch offen, eine endgültige Bewertung könne erst danach erfolgen: „Doch schon jetzt steht fest, dass viele Tausend Arbeitsplätze damit zumindest auf Zeit gerettet werden können.“

 

Anhäufung von Verlusten, regionale Konzentration, mehrere Standorte unter einem Dach

In groben Zügen ist das Konzept bereits bekannt, etwa, dass nur 70% der Verluste ersetzt werden: „Das bedeutet, dass sich die Schulden häufen. Das funktioniert nur auf Zeit“, so Gratzer. Gleichzeitig reichen für große Stadt- und Wellnesshotels mit mehreren Standorten und sehr vielen Mitarbeitern die 3 Mio. Euro schon jetzt nicht aus: „Fatal ist die regionale Konzentration vor allem in Wien, aber auch in der burgenländischen und steirischen Thermenregion. Da vereint oft ein Unternehmen mehrere Betriebe unter einem Dach, die Obergrenze von 3 Mio. Euro gilt für alle zusammen.“

 

Wenn 3 Mio. Euro nicht reichen

In einer ÖHV-Blitzumfrage haben 40% der Leitbetriebe aus der Stadt- und Thermenhotellerie angegeben, dass 3 Mio. Euro nicht ausreichen, um das Überleben zu sichern: „Doch Unternehmen, die schon jetzt an die 3 Mio. Euro-Decke stoßen, erhalten nach derzeitiger Rechtslage bis Juni keinen Cent. Darüber müssen sich Bundesregierung und EU-Kommission jetzt Gedanken machen, wenn Quarantäneverordnungen, Reisewarnungen und Lockdowns ein Fortführen der Geschäfte verhindern“, so Gratzers dringender Appell.

Ihr Ansprechpartner

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & UnternehmenssprecherE-Mail senden+43 1 5330952-20
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