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ÖHV: Neues Kurzarbeitsmodell bringt nicht die erhoffte Planungssicherheit für Hotellerie
Presse

ÖHV: Neues Kurzarbeitsmodell bringt nicht die erhoffte Planungssicherheit für Hotellerie

Zeithorizont von sechs Monaten zu kurz, Schaffung der Rahmenbedingungen für Weiterbildung zu begrüßen.

29. Juli 2020

Als verhalten resümiert Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), das Feedback aus der Branche zu dem neu angekündigten Modell der Kurzarbeit: „Planungssicherheit schaut anders aus. Sechs Monate greifen vor allem für die Stadthotellerie viel zu kurz. Da braucht es mindestens das Doppelte“, streicht Gratzer hervor. Dass nach einem halben Jahr erneut verhandelt werden soll, zeigt für Gratzer zwar, dass das Wissen um die Notwendigkeit bei allen Parteien vorhanden ist, führt aber zu Unverständnis bei den Betrieben und unweigerlich zur Frage, warum denn nicht gleich Nägel mit Köpfen gemacht wurden: „Vor allem dann wenn es schon einen fertigen Entwurf dafür gibt“, verweist der Generalsekretär auf ein gemeinsam mit der Gewerkschaft vida entwickeltes Modell. „Planungssicherheit heißt für die Betriebe im internationalen touristischen Wettbewerb mindestens einen Zeithorizont von 12 Monaten. Alles darunter ist schlicht zu wenig.“

 

Weiterbildung: Investition in die Zukunft

Positiv sieht Gratzer die Schaffung der Rahmenbedingungen zur Weiterbildung: „Top-Dienstleistung funktioniert nur mit den besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie sind das Um und Auf in der Qualitätshotellerie.“ Das im Tourismusland Österreich ohnehin schon hohe Niveau, könne mit maßgeschneidert Weiterbildungsprogrammen so noch einmal gehoben werden: „Eine bessere Investition in die touristische Zukunft gibt es nicht.“

Oliver Schenk MA

Oliver Schenk MA

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