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ÖHV: Deutschlands 130-Mrd.-Konjunkturpaket rasch auf Österreich umlegen
Presse

ÖHV: Deutschlands 130-Mrd.-Konjunkturpaket rasch auf Österreich umlegen

Die aktuelle Befragung von 650 KMU österreichweit zeigt den Bedarf auf, Lohn- und Umsatzsteuersenkungen als Herzstück.

04. Juni 2020

War Österreich bei der Bekämpfung von Covid-19 vielen Ländern um Wochen voraus, wird es jetzt von Deutschland bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen überholt. Doch das wäre nicht nötig: „Die ÖHV hat der Regierung schon im April vorgeschlagen, Lohn- und Umsatzsteuer über alle Branchen befristet, aber merklich zu senken: Das schafft Arbeitsplätze und kurbelt so den Wirtschaftskreislauf nachhaltig an. Deutschland macht es uns vor“, wünscht sich ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer einen stärkeren standortpolitischen Fokus auf die mittelfristige Perspektive. Wie wichtig das ist, zeigt eine bundesweite Befragung von ÖHV, Handelsverband, Gewerbeverein, Senat der Wirtschaft und EPU Österreich: Nach Umsatzeinbrüchen von durchschnittlich ½ Mio. Euro pro Betrieb werden die Investitionen heuer um 350.000 Euro reduziert und 2021 um 467.000 Euro: „Wir müssen da sofort gegenlenken, um nicht in eine tiefe wirtschaftliche Abwärtsspirale zu geraten!“

 

Deutsches Vorzeigepaket nicht kopieren, sondern adaptieren

Deutschland macht das vor, Österreich dürfe nicht länger zuwarten: „Wer jetzt nicht alles daran setzt, das Ruder herumzureißen, wird sich dann rechtfertigen müssen, wenn Arbeitslosenzahlen und Insolvenzen bei uns deutlich stärker steigen als in Deutschland“, so Reitterer: Österreich habe schon jetzt eine Arbeitslosigkeit von 11,5% und Deutschland 6,1% – Handlungsbedarf sei also durchaus gegeben. Natürlich könne das Paket nicht 1:1 kopiert werden: „Wir haben viel mehr KMU und Familienbetriebe, sind viel tourismusintensiver. Darauf nicht Rücksicht zu nehmen wäre ein Fehler“, so Reitterer.

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & UnternehmenssprecherE-Mail senden+43 1 5330952-20
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