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ÖHV: Große Arbeitgeber stoßen bei EU-Beihilfen an ihre Grenzen
Presse

ÖHV: Große Arbeitgeber stoßen bei EU-Beihilfen an ihre Grenzen

Als wichtigen regionalen Impulsgeber bewertet Michaela Reitterer die Erhöhung der Investitionsprämie auf 3 Mrd. Euro und freut sich über die Umsetzung der ÖHV-Forderung.

14. Dezember 2020

„Der EU-Beihilfendeckel von 800.000 Euro je Unternehmen reicht für eine so lange Durststrecke wie die Corona-Pandemie nicht aus. Ein mitarbeiterintensives Unternehmen nach dem anderen stößt an die Grenze“, verweist der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, Dr. Markus Gratzer, auf eine aktuelle Befragung von Konzern- und Wellnesshotels. Das sei ein klarer Handlungsauftrag vor allem an die EU-Kommission.

 

Drei Viertel der Leitbetriebe nach Umsatzersatz vor finanzieller Durststrecke

Anstatt der maximal möglichen 80% Umsatzersatz für November erhalten die Leitbetriebe im Durchschnitt lediglich 48%. 63% der befragten Unternehmen erreichen damit schon den Deckel von 800.000 Euro und stehen dann vor einer finanziellen Durststrecke, deren Ende nicht absehbar ist. Sie erhalten auch keinen 50%igen Dezember-Umsatzersatz. Betriebe, die danach noch Anspruch auf Hilfen unter dem 800.000 Euro-Deckel haben, bekommen im Dezember nur mehr 39% des Umsatzes vom Vergleichszeitraum im Vorjahr.

 

Jetzt Beihilfenrahmen der EU ausweiten

Für Gratzer führt kein Weg an Hilfen auch über den angekündigten Verlustersatz von 3 Mio. Euro vorbei. Für einen guten Teil der Betriebe deckt auch das nur 35 bis 50% der Verluste ab: „Diese wichtigen Unternehmen können bis Juni mit keiner weiteren Hilfe rechnen. Das geht sich für große Stadt- und Wellnesshotels sowie Leitbetriebe in der Ferienhotellerie nicht aus“, pocht Gratzer auf ein rasches Ausweiten der Beihilfen durch die EU-Kommission: „Die Situation ist in allen Mitgliedsstaaten gleich, da geht es um viele Tausend Arbeitsplätze in ganz Europa. Man muss hier auf den Input aus der Praxis hören.“ Die Bundesregierung, so Gratzer, müsse in Brüssel als Sprachrohr der Arbeitgeber Gehör finden: „Das hat oberste Priorität.“

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & UnternehmenssprecherE-Mail senden+43 1 5330952-20
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