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Lockdownjahr 20/21: Mit Umsatzersatz Arbeitsplätze retten, Beihilfenrahmen jetzt erhöhen und verlängern
Pressemeldung

Lockdownjahr 20/21: Mit Umsatzersatz Arbeitsplätze retten, Beihilfenrahmen jetzt erhöhen und verlängern

ÖHV-Präsidentin Reitterer fordert von Bund, Ländern und EU den vollen Fokus auf mitarbeiterintensive Service-Branchen

17. Januar 2021

„Vieles hat in den vergangenen Tagen und Wochen darauf hingedeutet: Es gibt keine realistische Alternative zur Verlängerung des Lockdowns. Dennoch ist das für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Gäste ein schmerzhafter Tiefschlag“, hält ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer fest: Der Lockdown zumindest bis weit in den Februar kommt bei vielen Betrieben dem Wegfall eines Jahresumsatzes gleich: „Der Städte- und Kongresstourismus liegt dann tatsächlich ein Jahr brach, und der Winter- und Wellnesstourismus erwirtschaftet in diesen Wochen den Großteil des Jahresumsatzes“, fordert Reitterer, den vollen wirtschaftspolitischen Fokus auf mitarbeiterintensive Servicebranchen zu legen: „Der Sektor wird als erster, am härtesten und am längsten getroffen, da braucht es mehr als bisher.“

Wintertourismus braucht Umsatzersatz und Unterstützung über Lockdown-Phasen hinaus

Ein Fixkostenersatz für die Dauer der Pandemie reich nicht: „Wenn das Leben nach Ostern wieder durchstartet, ist es im Tourismus zu Ende. Unseren Arbeitgebern in den Skiregionen fehlt dann der finanzielle Polster, den sie sonst im Winter erwirtschaften. Das muss man mitdenken“, fordert Reitterer einen Umsatzersatz und Hilfen über die Lockdown-Phasen hinaus.

Dringender Appell an EU: Beihilfen erhöhen und verlängern

Ein weiteres Problem ist nur auf EU-Ebene zu lösen: „Immer mehr große Arbeitgeber stoßen an die Obergrenze des befristeten Beihilfenrahmens, da geht es um Millionen Arbeitsplätze in der EU. Das ist seit langem bekannt und alle schauen zu“, fordert Reitterer die EU-Kommission auf, endlich in die Gänge zu kommen: „Seit der befristete Rahmen konzipiert und beschlossen wurde, haben wir viel dazugelernt über die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen. Das muss rasch einfließen in eine gut durchdachte Erhöhung der Obergrenzen und Verlängerung der Beihilfenprogramme.“

Reitterer: Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss fortsetzen

Die Weichen für die Arbeitslosenquote im Sommer und im nächsten Winter werden im Februar gestellt: „Wenn die Saisonhotels dann nicht öffnen können, werden sie das im März für einen Monat auch nicht tun. Das war es dann also mit der Saison und auch mit der Liquidität, die sonst in der Hochsaison verdient und in der Zwischensaison und zur Wiedereröffnung benötigt wird“, erklärt die Branchensprecherin, warum es Fixkostenzuschüsse für Betriebe braucht, die trotz Öffnung höhere Einnahmenausfälle verzeichnen, und für Hotels im Lockdown einen Umsatzersatz.

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & UnternehmenssprecherE-Mail senden+43 1 5330952-20
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