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Kroatien, Italien, Österreich: Wohin geht der Sommerurlaub?
Presse

Kroatien, Italien, Österreich: Wohin geht der Sommerurlaub?

WIFO- & ÖHV-Haushaltsbefragung von mindtake: 2/3 bleiben im Inland.

10. Juni 2020

„Trotz der wachsenden Reisefreiheit in Europa steht Heimaturlaub heuer hoch im Kurs“, resümiert Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, die Ergebnisse einer aktuellen Befragung von 1.000 Haushalten durch das Meinungsforschungsinstitut mindtake. Dieser Trend sei auch, aber nicht nur auf Covid-19 zurückzuführen, so WIFO-Tourismusexperte Dr. Oliver Fritz: „64% der Österreicher, die 2019 Urlaub gemacht haben, wählen trotz sich wieder öffnender Grenzen Urlaubsziele in Österreich: 40% ausschließlich im Inland, 24% teils im In- und teils im Ausland. Das spricht zum einen klar für die Angebote der heimischen Betriebe, zum anderen fühlen sich die Österreicherinnen und Österreicher gerade in einer Gesundheitskrise in Österreich sicherer.“ Unterstrichen wird das von einer zweiten interessanten Entwicklung: 35% der Urlauber, die im Vorjahr ihren Urlaub ausschließlich im Ausland verbracht haben, verbringen ihn heuer komplett (20%) oder teilweise zwischen Bodensee und Neusiedler See. Das, so Fritz, deute auf eine deutlich höhere Nachfrage von Österreichern nach einem Urlaub im eigenen Land.

Inlandskampagne: Potential heben!

Vor falschen Interpretationen warnt Gratzer: Die fehlenden Gäste aus dem Ausland könnten dadurch bei weitem nicht kompensiert werden. Im Gegenteil müsse alles daran gesetzt werden, noch zusätzliches Potenzial zu heben. Auch das bestätigt die Befragung: 9% sind noch unsicher, ob sie im Sommer auf Urlaub fahren wollen, 14 % wollen aktuell keine Urlaubsreise machen: „Da ist noch Luft nach oben. Mit der richtigen Bewerbung geht da noch einiges“, ist der Branchensprecher überzeugt und baut auf den Impact der Inlandskampagne von Österreich Werbung und den 9 Landestourismusorganisationen.

 

Aufenthaltsdauer steigt, Wellness- & Aktivangebote am beliebtesten

Ein weiterer positiver Trend: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer könnte sich von 2,8 im Vorjahr auf 5,6 Tage heuer verdoppeln. „Haupturlaube werden heuer vermehrt im In- statt im Ausland verbracht. Das zeichnet sich sehr deutlich ab“, erklärt Fritz. Am beliebtesten, wie schon im Vorjahr, sind Erholungs- und Wellnessurlaube (52,3 %), gefolgt von Aktiv- und Erlebnisurlauben (42,5 %): „Man merkt klar, die Leute wollen hinaus in die Natur. Und was gibt es da Besseres als unsere Seen und Berge?“, zeigt Gratzer auf. Einbußen gibt es hingegen im Boom-Segment der letzten Jahre: dem Städteurlaub. „Die Betriebe stehen hier teilweise vor extremen Herausforderungen, die vermutlich in den nächsten paar Jahren nicht leichter werden. Hier braucht es dringen maßgeschneiderte Lösungen, die rasch bei den Betrieben ankommen müssen“, fordert der Generalsekretär.

 

Hotels: Hygiene top, Preis & Lage entscheidende Faktoren

Die beiden entscheidendsten Faktoren bei der Hotelwahl sind nach wie vor Preis und Lage. Hygienestandards findet man, wie auch schon im Vorjahr, erst in den hinteren Rängen. Keine Überraschung, wie Gratzer erklärt: „Top-Hotellerie heißt Top-Hygiene. Wohlfühlen und Entspannung fängt mit Sauberkeit an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Etage sind Voll-Profis und die heimlichen Helden eines gelungenen Urlaubes.“

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & UnternehmenssprecherE-Mail senden+43 1 5330952-20
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