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Airbnb, Paris & Olympia: Beziehungsstatus „Es ist sehr kompliziert!“
Presse

Airbnb, Paris & Olympia: Beziehungsstatus „Es ist sehr kompliziert!“

Paris hält Olympische Spiele ab und verklagt Airbnb, dann schließt das IOC einen Kooperationsvertrag ausgerechnet mit der Plattform ab, die Fair Play sehr originell interpretiert.

20. November 2019

„Das Internationale Olympische Komitee setzt sportlich wie moralisch hohe Standards. Die heißt es auch selbst einzuhalten im Sinne der Glaubwürdigkeit“, hinterfragt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), den Sponsorenvertrag mit Airbnb: „Die anonymen Accounts der Sharing Economy sind für Steuerhinterzieher in aller Welt ein Elfmeter ohne Tormann: eine neue Disziplin bei den Olympischen Spielen in Paris?“

 

Provokation sondergleichen

„Es ist kein Zufall, dass die Pariser Bürgermeisterin Hidalgo zur Ikone des Kampfs für eine faire Sharing Economy wurde: Dort ist Wohnraum rar und künstliche Verknappung das letzte, was die Einwohner brauchen“, ist Reitterer über diese Provokation verwundert. Paris mit hohen Wohnkosten, die durch ausufernde Wohnraum-Vermietung an Touristen sicher nicht sinken, sei das beste Beispiel dafür, wie Sharing nicht funktionieren kann.

 

Fraglicher Deal

Sich zu jemandem ins Bett zu legen, gegen den sein Gastgeber aus gutem Grund rechtlich vorgeht, sei „mehr als originell“. Dass der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees die irreführende Diktion von Airbnb übernimmt (es sei „normal, dass disruptive Unternehmen reguliert werden müssten, dies geschehe im Dialog mit Städten und Ländern"), wundert Reitterer nicht: „Das ist wohl part of the game.“ Airbnb profitiere freilich immens vom Imagetransfer, das IOC wohl von einem „hoffentlich sehr, sehr hohen Betrag“. Ob die Stadtbewohner auch profitieren, sei fraglich.

 

Starke Orte, professionelle Abwicklung

Die Landesvorsitzende ist auch eine Verfechterin der Stärkung des ländlichen Raums und seiner Orte: Sie plädiert für attraktive, belebte Orte auch außerhalb der Ballungszentren, die auch von den Einheimischen gerne genutzt werden. Dass Bad Ischl als Bannerstadt das Projekt hoch professionell abwickeln wird, steht für Schick außer Zweifel: „Wir haben schon zweimal für rund 600 Touristiker aus ganz Österreich dort unseren ÖHV-Kongress abgehalten – bestens betreut von den Bad Ischlern und ihren Partnern aus der Nachbarschaft.“

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & UnternehmenssprecherE-Mail senden+43 1 5330952-20
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