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Tipps zum Jahresende
Steuern

Tipps zum Jahresende

Was sollten Sie sich vor Jahresende noch einmal näher ansehen? Welche Steuervorteile können noch genutzt werden? Welche Vorhaben startet man besser erst nächstes Jahr?

11. November 2022

Wir haben versucht, ein paar Tipps zum Jahresende zu sammeln - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Vielleicht ist ja noch die eine oder andere Anregung dabei.

Teuerungsprämie

In den Jahren 2022 und 2023 können steuer- und abgabenfreie Prämien bis zu 3.000 Euro an die Mitarbeiter:innen ausbezahlt werden. Die letzte Möglichkeit für 2022 ist mit dem Dezember-Lohn/Gehalt.

Alle Infos zur Teuerungsprämie finden Sie hier.

Gewinnfreibetrag 2022

Über den Gewinnfreibetrag (GFB) können Sie auch heuer einen Teil Ihres steuerlichen Gewinnes (ausgenommen Veräußerungsgewinn) steuerfrei stellen, wenn Sie in bestimmte körperliche abnutzbare Anlagegüter und/oder begünstigte Wertpapiere investieren. Es gilt eine Behaltefrist von mindestens 4 Jahren, dies ist auch bei Betriebsveräußerung oder der Pensionsplanung zu beachten.

Der Gewinnfreibetrag beträgt:

  • 15 % bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro
  • 13 % für den Gewinnteil zwischen 30.000 und 175.000 Euro
  • 7 % für den Gewinnteil zwischen 175.000 und 350.000 Euro und
  • 4,5 % für den Gewinnteil zwischen 350.000 und 580.000 Euro.

Daraus ergibt sich ein maximaler Gewinnfreibetrag in Höhe von 45.950 Euro maximale und bei 50%-iger Progression eine Steuerersparnis von 22.975 Euro. Bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro kann der 15%-ige GFB ohne Investitionen geltend gemacht werden - auch zusätzlich zur Betriebsausgabenpauschale. Der investitionsabhängige Gewinnfreibetrag steht bei Pauschalierung nicht zu.

Alle Infos zum Gewinnfreibetrag.

Investitionsfreibetrag ab dem 01.01.2023

Der 10 %-ige bzw 15 %-ige (ökologische) Investitionsfreibetrag (IFB) mit einer Bemessungsgrundlage von bis zu 1 Mio. Euro pro Betrieb und Jahr gilt erst für Anschaffungen und Herstellungen von bestimmten abnutzbaren Anlagegütern ab 2023. Für Wirtschaftsgüter, welche für die Deckung des Gewinnfreibetrages dienen, steht kein IFB zu - eine Doppelförderung für ein und dasselbe Wirtschaftsgut ist also ausgeschlossen.

Hier geht´s zu weiterführenden Infos.

Geringwertige Wirtschaftsgüter

Die Grenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens (GWG) beträgt aktuell 800 Euro und steigt mit 01.01.2023 auf 1.000 Euro.

Mehr Infos zu geringwertigen Wirtschaftsgütern.

Absetzung für Abnutzung (AfA)

Halbjahresabschreibung für kurz vor Jahresende getätigte Investitionen

Die AfA kann erst ab Inbetriebnahme des jeweiligen Wirtschaftsgutes geltend gemacht werden. Erfolgt die Inbetriebnahme des neu angeschafften Wirtschaftsgutes noch kurzfristig bis zum 31.12.2022, steht eine Halbjahres-AfA zu.

Achtung: Für Gebäude, die nach dem 30.6.2020 angeschafft oder hergestellt worden sind, kann unter bestimmten Voraussetzungen im ersten Jahr die Abschreibung höchstens das Dreifache des bisher gültigen Prozentsatzes, im Folgejahr höchstens das Zweifache, betragen. Die Halbjahresabschreibungsregelung ist dabei nicht anzuwenden, sodass auch bei Anschaffung, Herstellung oder Einlage im zweiten Halbjahr der volle Jahres-AfA-Betrag aufwandswirksam ist.

Details zur AfA.

Registrierkasse

Mit Ende des Kalenderjahres ist (auch bei abweichenden Wirtschaftsjahren) ein signierter Jahresbeleg (Monatsbeleg vom Dezember) auszudrucken, zu prüfen und 7 Jahre lang aufzubewahren.

Die Überprüfung des signierten Jahresbelegs ist verpflichtend (lt. BMF-Info bis spätestens 15.02. des Folgejahres) und kann manuell mit der BMF Belegcheck-App oder automatisiert durch Ihre Registrierkasse durchgeführt werden.

Zumindest quartalsweise ist das vollständige Datenerfassungsprotokoll extern zu speichern und aufzubewahren.

Beitrag FLAF kann auf 3,7 % gesenkt werden

Der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) sinkt ab 2025 von 3,9 % auf 3,7 %. Es gibt aber eine gesetzliche Ermächtigung, diesen Beitrag über eine innerbetriebliche Festlegung bereits 2023 und 2024 auf 3,7 % zu senken. Beginnend mit 2023 wird auch der Unfallversicherungsbeitrag von 1,2 % auf 1,1 % sinken. Der Beitrag zum Insolvenz-Entgeltfonds ist mit 2022 von 0,2 % auf 0,1 % gesenkt worden.

Mehr Infos zur Senkung der LNK

Ihre Ansprechpartnerin

Mag. Maria Wottawa

Mag. Maria Wottawa

Leitung MitgliederserviceE-Mail senden+43 1 5330952-14

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