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ÖHV-Vertriebsstudie Hotellerie

ÖHV-Vertriebsstudie Hotellerie

Die Ergebnisse im Überblick.

15. Februar 2022

Um einen Überblick über die aktuelle Vertriebssituation der Hotellerie zu erhalten, führte die Österreichische Hoteliervereinigung mit dem Institut für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis (HES-SO Valais-Wallis) in Siders zwischen Ende Oktober und November 2021 eine gemeinsame Online-Umfrage durch. Hier die zentralen Ergebnisse im Überblick.

Direkte Buchungskanäle (Telefon, Fax, Walk-ins, E-Mail, Formular oder Buchungssystem auf der eigenen Website) sind mit 68.7 % der Nächtigungen die wichtigsten Verkaufsschienen und haben im Jahr 2021 im Vergleich zu 2019 gar um rund 7 Prozentpunkte zugenommen. Über E-Mail (21.9 %) und Telefon (15.5 %) werden dabei am meisten Buchungen generiert.

Der Zuwachs bei den Direktbuchungen ist vermutlich auf die veränderte Gästestruktur (weniger ausländische Gäste, kaum Gäste aus Fernmärkten), den Rückgang im Geschäftstourismus und die veränderten Gästebedürfnisse (erhöhter Informationsbedarf) im Pandemiejahr 2021 zurückzuführen.

Buchungen über traditionelle touristische Partner (Tourismusverbände, Reisebüros) haben nur noch einen geringen Anteil (7.9 %) im Vertriebsmix und sind seit Jahren rückläufig.

Insgesamt wurden 35.4 % der Nächtigungen in Echtzeit über Online-Kanäle (OTA, Internet Booking Engine des Hotels, GDS, CRS der Hotelketten, Social Media) generiert. Die Online-Buchungsportale machten nach wie vor den grössten Anteil aus (18.9 %), aber nahmen im Vergleich zu 2019 pandemiebedingt ab (-5.6 Prozentpunkte). Der pandemiebedingte Einbruch des internationalen Reisemarktes und des Geschäftstourismus erklärt den Rückgang der Buchungen über die globalen Buchungsportale. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die OTA trotz massiver Turbulenzen im Tourismus ihre Position verteidigen konnten.

Im Pandemiejahr 2021 sehen wir also eine Bipolarisierung der Vertriebskanäle mit einer Stärkung der Direktkanäle und einem pandemiebedingten Rückgang der OTA-Kanäle bei fortgesetzter Erosion aller anderen traditionellen Vermittler.

Die Umfrageergebnisse zeigen zudem eine Verdoppelung der Echtzeitbuchungen über die Website (2019: 7 % → 2021: 14.4 %). Dieser Trend reflektiert eine erhöhte digitale Reife der Hotelbetriebe.

Im Vergleich zur Schweiz und dem EU-Durchschnitt ist der Anteil der Direktbuchungen in der österreichischen Hotellerie deutlich höher und der Marktanteil der OTAs niedriger. 

Jeder zweite Hotelbetrieb fühlt sich von OTAs unter Druck gesetzt, deren Geschäftsbedingungen (z.B. Stornobedingungen, Sonderrabatte, etc.) zu akzeptieren, die der Betrieb sonst nicht (freiwillig) anbieten würde.

Allerdings hat ebenso jeder zweite Hotelbetrieb die verschiedenen Möglichkeiten der OTAs genutzt, um das Ranking des Betriebes bei den OTAs effektiv zu verbessern (z.B. Ranking Booster, Preferred Partner Programme).

Revenue-Management ist vieleorts noch Chefsache: 57,8 % der befragten Betriebe gaben an, dass die Raten und Verfügbarkeiten von der oder dem Eigentümer:in gepflegt werden. Bei einem Drittel der Häuser läuft dies über die Rezeption. In 18 % der Betriebe gibt es einen eigenen Revenue-Manager.

ÖHV-Vertriebsstudie Hotellerie

Ihr Ansprechpartner

Oliver Schenk MA

Oliver Schenk MA

Public AffairsE-Mail senden+43 1 5330952-24

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