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FAQs: Kreditkarten & PSD2
Digitalisierung

FAQs: Kreditkarten & PSD2

Was sind virtuelle Kreditkarten? Wie kann ich die Kosten einzelner Kreditkarten vergleichen? Wir haben die häufigsten Fragen rund um das Thema „Bargeldloses Bezahlen“ und die PSD2 für Sie gemeinsam mit unseren Partnern card complete und BS PAYONE zusammengefasst.

03. November 2019

Weitere Informationen rund um das Thema Kreditkarten und den Änderungen durch die PSD2 finden Sie weiter unten im kostenlosen Downloadbereeich im überarbeiteten Leitfaden "Bargeldloses Bezahlen".

Häufig gestellte Fragen:

Laut der EU-Verordnung (EU) 2015/751 („Interchange Regulierung“) können nicht regulierte Karten (sogenannte Corporate, Commercial oder Business Cards), die innerhalb der EU ausgegeben wurden, abgelehnt werden. Oft sieht man aber auf der Karte nicht, ob es sich um eine regulierte Karte handelt oder nicht (eine klare optische Erkennbarkeit der Karte wird seit längerem von den Acquirern gefordert). Die Ablehnung bestimmter Kartentypen könnte aber bei Gästen auf Unverständnis stoßen.

Surcharging ist in der EU generell nicht erlaubt und in Österreich durch das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) klar geregelt, es besteht ein sogenanntes “Surcharging-Verbot”.

Diese Karten werden bei der Buchung und Zahlung eines Gastes über eine Buchungsplattform (z.B. Boooking.com oder Expedia) eingesetzt: Hier ist der gesamte Zimmerpreis zum Reservierungszeitpunkt fällig. Der Gast gibt dazu seine Kreditkartendaten auf der Buchungsplattform ein, diese erhält den Betrag direkt vom Gast und sendet dem Hotelier eine virtuelle Kreditkarte zu, welche mit dem gleichen Betrag beladen ist. Der Hotelier gibt die Kreditkartendaten in sein Terminal ein und erhält den Betrag gutgeschrieben. Das Kartenprodukt, das hier genutzt wird, ist eine Commercial Card, welche mit höheren Kosten vergebührt wird.

Die EU-Verordnung (EU) 2015/751 des Europäischen Parlaments und des Rates schreibt seit Juli 2016 eine Verrechnung über Interchange++ vor, es sei denn eine „blended“-Verrechnung ist mit dem Acquirer vereinbart worden. Unter einer „Blended Fee“ versteht man eine individuelle Festlegung der Konditionen (Disagio-Satz und Transaktionsentgelt) pro Produkt auf Basis des Anteils an regulierten Karten.
Unter der „Interchange++“ Verrechnung versteht man die tatsächlich pro Transaktion anfallenden Komponenten (Interchange Fee, Schemes Fee und Acquiring Fee).

Um Gebühren vergleichen zu können sind Detailinformationen auf Transaktionsbasis zu den anfallenden Kosten notwendig. Die wesentlichen Faktoren sind die Interbankenentgelte (Interchange Fees) sowie die Gebühren, die an die Kartenorganisationen pro Transaktion (Scheme-Fees) zu entrichten sind.

Die Empfehlung ist ganz klar KEINE Kartendaten zu speichern, da sonst die gesamten Vorgaben des "Payment Card Industry (PCI) Data Security Standards" zur Geltung kommen.

Eine Ausweiskontrolle zum Abgleich mit den Kartendaten (Name auf der Kreditkarte) ist prinzipiell ok – das Anfertigen/ die Aufbewahrung einer Kopie ist aber hinsichtlich DSGVO zu unterlassen.

Mag. Oliver Wolf

Mag. Oliver Wolf

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