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Regelungen für die Wiedereröffnung von Hotels sowie Gastronomie- und Freizeitbetrieben
Corona

Regelungen für die Wiedereröffnung von Hotels sowie Gastronomie- und Freizeitbetrieben

Österreichs Hotels haben nach langer Corona-Pause wieder für Touristen geöffnet, auch Veranstaltungen bis 100 Personen indoor und 250 Personen outdoor sind mit Auflagen wieder möglich. Das nächste wichtige Datum ist der 15. Juni. Ab dann darf die Gastronomie wieder bis 01:00 Uhr offen halten und die Maskenpflicht wird weiter eingeschränkt. Auch Gäste in Gastronomie und Hotellerie müssen dann keine Masken mehr tragen.

02. Juni 2020

Hotellerie

Seit 27.05.2020 liegt die Änderung der COVID-19-Lockerungsverordnung vor - die wichtigsten Regeln für Beherbergungsbetriebe im Überblick:

  • Der Gast hat in allgemein zugänglichen Bereichen gegenüber anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder nicht zur Gästegruppe in der gemeinsamen Wohneinheit gehören, einen Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Dies gilt nicht, wenn durch geeignete Schutzmaßnahmen zur räumlichen Trennung das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Im gesamten Bereich des Eingangs und der Rezeption ist - voraussichtlich noch bis 16. Juni - eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.
  • Der Betreiber hat sicherzustellen, dass er und seine Mitarbeiter bei Kundenkontakt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung (Maske, Visier etc.) tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet (z.B. Plexiglas bei Rezeption).
  • Für Hotelrestaurants gelten grundsätzlich die gleichen Bestimmungen wie in der Lockerungsverordnung für die Gastronomie festgehalten. Bezüglich Buffets gibt es für die Hotellerie Erleichterungen - Übernachtungsgäste können unter besonderen hygienischen Vorkehrungen offen präsentierte Speisen und Getränke bei Buffets selbst entnehmen, z.B.:
    - wenn Einweg-Handschuhe oder Einweg-Vorlegebesteck verwendet wird
    - nach Reinigung der Hände bei einem betreuten Desinfektionsmittelständer unmittelbar beim Buffet

Zusatzangebote und Freizeiteinrichtungen in Hotels

  • Für Kinderbetreuungseinrichtungen gelten die Empfehlungen vergleichbarerer Einrichtungen außerhalb der Hotellerie (siehe www.sichere-gastfreundschaft.at).
  • Das Betreten von Sportstätten ist zulässig, wenn in geschlossenen Räumen gegenüber Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben oder zur Gästegruppe in der gemeinsamen Wohneinheit gehören, 1 m Abstand gewahrt wird und Gäste sowie Mitarbeiter mit Gastkontakt einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ob der Mund-Nasen-Schutz ab 15. Juni für Gäste entfallen kann, ist derzeit noch unklar. Bei Sportstätten im Freien gilt lediglich die Abstandsregel.
  • Hallenbäder, künstliche Freibäder, Whirlpools, Whirlwannen, Saunaanlagen, Warmluft- und Dampfbäder sowie Bäder an Oberflächengewässern und Kleinbadeteiche dürfen nur betreten werden, wenn die Betreiber im Hinblick auf die Verhinderung der Ausbreitung von COVID-19 Sorge tragen, dass die Einrichtungen einschließlich ihrer Nebeneinrichtungen hinsichtlich Anordnung, Ausstattung und Anzahl so beschaffen sind sowie in einer Art und Weise instand gehalten werden, dass ein hygienisch einwandfreier Betrieb gewährleistet ist. Entsprechende Maßnahmen sowie die Badeordnung sind zu evaluieren und entsprechend dem Stand der Wissenschaft zu adaptieren, wie er z.B. in der Empfehlung des Gesundheitsministeriums zusammengefasst ist. Es wird klargestellt, dass der Mund-Nasen-Schutz in Feuchträumen (z.B. Duschen, Schwimmhallen) und im Freien nicht getragen werden muss.
  • Hoteltransfers: Die gemeinsame Benützung von Kraftfahrzeugen durch Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist nur zulässig, wenn dabei eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung getragen wird und in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Ob auch hier der Mund-Nasen-Schutz ab 15. Juni entfallen kann, ist derzeit noch unklar.

Veranstaltungen

  • Als Veranstaltungen gelten geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Dazu zählen jedenfalls kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Hochzeiten, Filmvorführungen, Ausstellungen, Vernissagen, Kongresse, Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit, Schulungen und Aus- und Fortbildungen.
  • Veranstaltungen sowie Hochzeiten und Begräbnisse mit mehr als 100 Personen sind untersagt.
  • Mit 01. Juli 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 250 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 500 Personen zulässig.
  • Mit 01. August 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 500 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 750 Personen zulässig. Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, sind in diese Höchstzahlen nicht einzurechnen. Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 1000 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 1250 Personen sind mit Bewilligung der für den Veranstaltungsort örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zulässig (Entscheidungsfrist vier Wochen ab vollständiger Vorlage der Unterlagen). Voraussetzung für die Bewilligung ist ein COVID-19-Präventionskonzept des Veranstalters.
  • Veranstalter müssen ab 100 Personen einen COVID-19-Beauftragten bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept ausarbeiten und umzusetzen. Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter und basierend auf einer Risikoanalyse Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos zu beinhalten. Hiezu zählen insbesondere:
    1. Regelungen zur Steuerung der Besucherströme,
    2. spezifische Hygienevorgaben,
    3. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
    4. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
    5. Regelungen betreffend die Verabreichung von Speisen und Getränken.
  • Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen ist ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder nicht einer gemeinsamen Besuchergruppe angehören, einzuhalten. Kann dieser Abstand auf Grund der Anordnungen der Sitzplätze nicht eingehalten werden, sind die jeweils seitlich daneben befindlichen Sitzplätze freizuhalten, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Beim Betreten von Veranstaltungsorten in geschlossenen Räumen ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Dies gilt nicht, während sich die Besucher auf den ihnen zugewiesenen Sitzplätzen aufhalten. Wird der Abstand von einem Meter trotz Freilassen der seitlich daneben befindlichen Sitzplätze unterschritten, ist jedoch auch auf den zugewiesenen Sitzplätzen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.
  • Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Weiters ist in geschlossenen Räumen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.

Gastronomie

Folgende Details wurden zur Öffnung der Gastronomie mit 15. Mai 2020 bekanntgegeben:

  • Aufgesperrt werden darf zwischen 06:00 und 23:00 Uhr. Ab 15. Juni darf bis 1 Uhr Früh geöffnet werden.
  • Zwischen den Besuchergruppen muss ein Meter Abstand sichergestellt werden. Auch andere Schutzmaßnahmen (wie Plexiglaswände oder andere räumliche Trennungen) sind möglich, wenn das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Zwischen den Personen an einem Tisch muss der Einmeterabstand nicht bestehen.
  • Als Besuchergruppen gelten maximal vier Erwachsene (die evtl. auch nicht im gleichen Haushalt leben) mit ihren minderjährigen Kindern oder alle Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben. Diese Regelung soll per 15. Juni gelockert werden - Details folgen.
  • Für Mitarbeiter mit Gästekontakt ist ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend, für Personal in anderen Bereichen nicht.
  • Vom erstmaligen Betreten der Betriebsstätte bis zum Einfinden am Verabreichungsplatz haben Gäste in geschlossenen Räumen noch bis zum 15. Juni eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.
  • Am Tisch dürfen keine Gegenstände bereitgestellt werden, die von Kunden gemeinsam verwendet werden.
  • Buffets sind zulässig, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Speisen ausgeben, oder Selbstentnahme durch den Gast bei vorportionierten und abgedeckten Speisen und Getränken möglich ist.
  • Tische sollen vorab reserviert werden, die Gäste sind zu platzieren.
  • Die Konsumation von Speisen und Getränken darf nicht in unmittelbarer Nähe der Ausgabestelle erfolgen.

Das "Wirtshauspaket"

  • Mit folgenden Maßnahmen will die Regierung Gastronomiebetriebe unterstützen:

    1. Senkung der Steuer auf nichtalkoholische Getränke in Wirtshäusern von 20 % auf 10 % von 01. Juli bis Jahresende 2020. 

    2. Vereinfachung und Entlastung durch höhere Pauschalierung ab dem Veranlagungsjahr 2020

    - Erhöhung der Pauschalierungsgrenze von 255.000 auf 400.000 Euro

    - Erhöhung des Grundpauschales von 10 auf 15 % (befristet bis Ende 2020)

    - Erhöhung des Mindestpauschalbetrages von 3.000 auf 6.000 Euro

    3. Mehr Geld für Dorfwirtshäuser

    Besondere Unterstützung für strukturschwache Regionen und kleine Dorfwirtshäuser. Erhöhung des Mobilitätspauschale von 2 % auf 6 % für Gasthäuser in Gemeinden bis 5.000 Einwohner und 4 % für Gasthäuser in Gemeinden bis 10.000 Einwohner (unbefristet ab dem Veranlagungsjahr 2020).

    4. Höhere Essensgutscheine für mehr Konsum 

    Anhebung der Höchstgrenze für steuerfreie Gutscheine von derzeit 4,4 Euro auf 8 Euro (im Gasthaus verwendbar) und von 1,1 Euro auf 2 Euro (für Lebensmittelgeschäfte) ab 01. Juli (unbefristet).

    5. Absetzbarkeit von Geschäftsessen wird von 15. Mai bis Ende 2020 erhöht 

    Mehr Anreiz für Geschäftsessen in den Wirtshäusern durch Erhöhung der Absetzbarkeit von 50 auf 75 %.

    6. Abschaffung der Schaumweinsteuer ab 01. Juli 2020

    Entlastung der österreichischen Winzerinnen und Winzer und der Konsumenten.

    7. Wiedereinführung der Aushilfskräfteregelung für die Gastwirtschaft

    Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die bereits sozialversichert sind, können in der Gastwirtschaft steuer- und sozialversicherungsfrei über einen längeren Zeitraum hinaus angestellt werden. Details sind noch nicht bekannt.

     

    > Infos des BMF zum Wirtshauspaket

Das wichtigste für die Arbeitgeber im Tourismus war und ist eine klare Perspektive. Die haben wir mit dem konkreten Datum für die Wiedereröffnung der Hotels auch für Urlaubsgäste. Wir können jetzt aber nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, müssen gemeinsam mit der Politik einen Umgang finden mit den riesigen Löchern in den Bilanzen. Es geht um viele Arbeitsplätze. Wir brauchen Klarheit über den weiteren Fahrplan zur Absicherung der Betriebe durch rasche Liquiditätszufuhr und steuerliche Maßnahmen.

Michaela Reitterer
ÖHV-Präsidentin

ÖHV-Themenseite

Mag. Maria Wottawa

Mag. Maria Wottawa

Leitung ThemenmanagementE-Mail senden+43 1 5330952-14

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