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Steuerstundungen bis Ende Juni
Corona

Steuerstundungen bis Ende Juni

Am 25.02.2021 hat die Bundesregierung mit dem 2. COVID-19 Steuermaßnahmengesetz die Verlängerung der Stundungen von Steuern und Abgaben um drei Monate bis 30. Juni 2021 beschlossen. Die bereits vorgestellte Möglichkeit, COVID-19-bedingte Rückstände in Raten über 3 Jahre zu bezahlen, wird entsprechend nach hinten verschoben.

26. Februar 2021

Gestundete Abgabenrückstände werden automatisch bis 30. Juni 2021 verlängert - bis dahin werden auch keine Stundungszinsen vorgeschrieben. In weiterer Folge soll ein Ratenzahlungsmodell mit langer Laufzeit und niedrigen Zinsen den Unternehmen helfen.

Stundung

Wurde Ihnen eine Stundung Ihres Abgabenrückstandes nach dem 15. März 2020 aufgrund von COVID-Betroffenheit bewilligt, ist diese Stundung auf Grund einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung automatisch bis 30. Juni 2021 (vormals 31. März 2021) verlängert. Das heißt, diese Abgaben werden automatisch mitgestundet und es muss dafür kein gesondertes Stundungsansuchen mehr eingebracht werden.

Hinweis: Wenn Ihnen bereits eine Ratenzahlung bewilligt worden ist, kann parallel keine Stundung beantragt werden und auch die gesetzliche Zahlungsfrist im Zusammenhang mit gestundeten Abgaben 30.06.2021 (vormals 31. März 2021) gilt nicht. Im Falle einer Ratenzahlung sind laufende Abgaben stets zum Fälligkeitstag zu entrichten, ansonsten tritt Terminverlust ein.

Fallen Ihre Abgabenschulden nicht unter die gesetzlich verlängerte Stundung, können Sie einen Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung stellen.

Zwischen 15. März 2020 und 30. Juni 2021 (vormals 31. März 2021) werden keine Stundungszinsen festgesetzt. Danach beträgt der Stundungszinssatz bis zum 31. März 2024 voraussichtlich 1,38 % (2 % über dem Basiszinssatz). Diese Regelung gilt auch für die Einhebung der Verbrauchsteuern und des Altlastenbeitrags.

 

Ratenzahlung

Nach den allgemein gültigen Bestimmungen der Bundesabgabenordnung können Abgabenrückstände, deren sofortige Entrichtung mit erheblichen Härten verbunden wäre, in Raten entrichtet werden, wenn die Einbringlichkeit dadurch nicht gefährdet wird. Eine Ratenvereinbarung auf dieser Grundlage wird für längstens 12 Monate getroffen. Im Falle einer Ratenvereinbarung fallen seit dem 15. März 2020 und noch bis 30. Juni 2021 (vormals 15. März 2021) keine Zinsen an. Ab dem 01. Juli 2021 werden die ausständigen Beträge zu verzinsen sein, und zwar nach heutigem Stand mit 1,38 % (2 % über dem Basiszinssatz).

Von 10.-30.06.2021 kann alternativ zur allgemein gültigen Ratenzahlungsbestimmung das COVID-19-Ratenzahlungsmodell beantragt werden.

In der Phase 1 des COVID-19-Ratenzahlungsmodells können die COVID-bedingten Abgabenrückstände binnen 15 Monaten von Ende Juli 2021 (vormals  April 2021) bis September 2022 (vormals Juni 2022) beglichen werden. Ist die Rückzahlung des gesamten ausstehenden Betrags bis September 2022 (vormals Juni 2022) nicht möglich, wurden aber zumindest 40 % beglichen, kann in der Phase 2 dieses Modells die Rückzahlung binnen weiterer 21 Monate, also bis längstens Juni 2024, erfolgen. Der Antrag für Phase 2 ist bis 31.08.2022 einzubringen.

Sowohl in Phase 1 als auch in Phase 2 ist außerdem einmalig eine Neuverteilung der Raten möglich.

Das Modell gilt grundsätzlich nur für „COVID-bedingte Rückstände“, also solche die zwischen dem 15. März 2020 und dem 15. März 2021 entstanden sind. Davon umfasst sind auch Rückstände aus Zeiträumen vor dem 15. März 2020, sofern diese weniger ausmachen als der Betrag der Rückstände ab dem 15. März 2020.

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