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ÖW-Studie: Ski-Gäste sind in „aktiver Abwartehaltung“
Corona

ÖW-Studie: Ski-Gäste sind in „aktiver Abwartehaltung“

Die Österreich Werbung hat eine Studie zum Thema Skiurlaub in Österreich in Corona-Zeiten vorgestellt. Diese wurde in Österreich, Deutschland und den Niederlanden durchgeführt und zeigt, dass die Lust auf Urlaub in Österreich – und dabei insbesondere Skiurlaub – ungebrochen hoch ist. Unklarheiten allerdings halten von einer Buchungsentscheidung ab.

23. November 2020
Holger Sicking
Artikel von Holger Sicking

Leiter des Teams Tourismusforschung & Data Analytics der Österreich Werbung

Das Rheingold Institut hat im Auftrag der Österreich Werbung in Österreich, Deutschland und den Niederlanden eine qualitative Studie zur Psychologie des Skiurlaubs während COVID-19 durchgeführt. Wichtigste Erkenntnis: Die Lust aufs Skifahren ist trotz der Umstände sehr groß. Die Skifahrer sind in einer „aktiven Abwartehaltung“. Sie wollen unbedingt Skiurlaub machen, aber die Rahmenbedingungen lassen es jetzt (noch) nicht zu. Sie informieren sich aber täglich über eine mögliche Änderung der Situation.

Ergebnisse in Holland

Auch die Niederländer haben das Thema Skiurlaub 2020/21 noch keinesfalls ad acta gelegt. Wenn die gesetzlichen Bedingungen passen (Österreich kein Risikogebiet ist), zuvorkommende Stornobedingungen angeboten werden – das finanzielle Risiko wird als sehr hoch wahrgenommen – und kein Lockdown herrscht, dann wollen die Gäste buchen. Dass es dieses Jahr kein Après-Ski gibt, ist kein Hindernis.

Gäste wollen Regeln

Es gibt generell ein großes Verständnis für Sicherheitsmaßnahmen. Was Skiurlauber wollen: Klare Regeln, die auch wirklich strikt durchgesetzt werden. Der „Flow“ muss aber gewährleistet sein – z. B. keine langen Schlangen vor Skibussen usw. Überall an den Stellen im Skiurlaub, wo „Ohnmachtserfahrungen“ entstehen können, wo Gäste das Gefühl haben keine Kontrolle zu haben, etwa in der Gondel oder an Engstellen, müssen Mechanismen und Maßnahmen einsetzen, die das Kontrollgefühl wieder in den Vordergrund stellen.

In dem Zusammenhang ist der ständige Informationsfluss über die Situation vor Ort wichtig.  Um den Skifahrerinnen und Skifahrern ein möglichst hohes Gefühl von Kontrolle zu geben, lohnt es sich, einen übergreifenden aktuellen Informationsfluss etwa zu Auslastung, Wartezeiten etc. zu implementieren, der an allen Touchpoints möglichst auch digital verfügbar ist.

Österreichs guter Ruf

Österreich als Skiurlaubsland hat bei den Skifahrern aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden einen sehr guten Ruf. Vor allem die Niederländer lieben Österreichs Skigebiete. Österreich steht für Gastfreundlichkeit und für Expertise in Tourismus und Gastronomie. Entscheidend ist, dass die Österreicher als sehr gewissenhaft und gründlich gesehen werden, mit einem Hauch von Lockerheit und Willkommenskultur, so dass man den Gastgebern zutraut, dass sie alles tun werden, um den Urlauberinnen und Urlaubern einen sicheren und guten Aufenthalt zu ermöglichen.

Die Österreich Werbung stellt dem heimischen Tourismus die kompletten Studienergebnisse zur Verfügung. Österreichische Touristikerinnen und Touristiker können die Studie hier kostenlos anfordern.

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Margot Leitner

Margot Leitner

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