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Förderung für betriebliche Testungen
Corona, Mitarbeiter

Förderung für betriebliche Testungen

Um bei der Eindämmung der Corona-Pandemie aktiv mitzuhelfen, können Betriebe eigene Teststraßen bzw. Testeinrichtungen etablieren und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch betriebsfremden Personen wie Kunden, kostenlose SARS-CoV-2-Antigen-Tests/PCR-Tests anbieten.

30. März 2021

 

Der breitflächige Einsatz von Tests ist entscheidend, um Infektionsketten zu unterbrechen und damit die Infektionszahlen niedrig zu halten. Daher wurden betriebliche Testungen den behördlichen Testungen gleichgestellt und in die Teststrategie des Bundes aufgenommen. Das Betriebliche TestungsG tritt (rückwirkend) mit 15. Februar 2021  in Kraft, gilt bis Ende 2022 und errichtet eine COVID‑19 Förderung für betriebliche Testungen.

 

Was ist Fördergegenstand?

Gegenstand des Förderungsprogrammes ist die Schaffung eines Anreizes für Unternehmen, betriebliche Testungen auf SARS‑CoV‑2 vorzunehmen. Gefördert wird die Durchführung von betrieblichen SARS‑CoV‑2-Testungen an Arbeitnehmern sowie betriebsfremden Personen in Betriebsstätten und Arbeitsorten in Österreich im Zeitraum 15. Februar 2021  bis 30. Juni 2021. Testungen können in der ohnehin vorgesehenen Präventionszeit von Betriebsärzten durchgeführt werden. Über die Testplattform des Bundes können die betrieblichen Antigen-Tests abgewickelt werden, es werden automatisierte Teilnahmebestätigungen ausgestellt. Diese werden als sogenannte Zutrittstests anerkannt. Dies ist für Betriebe über 50 Beschäftigte möglich, bei kleineren Betrieben wird auf die Einmeldung in die Bundestestplattform verzichtet und mit Formular gemeldet.

Wer erhält diese Förderung?

Als Förderungswerber kommen bestehende und neugegründete Unternehmen aller Branchen und aller Größen aber auch gesetzlich eingerichtete berufliche Interessensvertretungen und sonstige Organisationen, deren Aufgabe die Vertretung der Wirtschaft, der Industrie oder der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist und die häufig gesetzlich eingerichteten Kommissionen und Beiräten angehören (etwa Industriellenvereinigung, die Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs und der Österreichische Gewerkschaftsbund), in Betracht. Förderungswerber müssen ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich haben.

 

Was regelt die Richtlinie der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort?

Die Richtlinie bezeichnet Rechtsgrundlage, Ziele, den Gegenstand der Förderung und Zeitraum für die Durchführung der Testungen, die Höhe der Förderung in pauschalierter Form, die Voraussetzungen für das Erlangen einer Förderung und die Details zur Antragsberechtigung, allfällige behördliche Meldepflichten des Förderungswerbers zu den Testergebnissen, das Ausmaß und die Art der Förderung, das Verfahren, insbesondere Antrag (Art, Inhalt und Ausstattung der Unterlagen), Entscheidung, Auszahlungsmodus, Berichtspflichten des Fördernehmers, Einstellung und Rückforderung der Förderung, Geltungsdauer und Evaluierung. Die Förderungsrichtlinie wird auf der Homepage des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort veröffentlicht. Die Richtlinie kann rückwirkend in Kraft gesetzt werden, darf jedoch frühestens mit 15.02.2021 in Kraft treten.

 

Wie erfolgt die Förderungsauszahlung?

Die Förderung wird über eine einfach strukturierte Eingabemaske im aws Fördermanager abgewickelt. Unmittelbar nach Ablauf des ersten Quartals kann ab 01. April 2021 die Antragstellung zur Ausbezahlung über den aws Fördermanager erfolgen. Die Teststrategie der Bundesregierung sieht eine Unterstützung für jene Unternehmen vor, die die Tests durchführen.  Dabei soll pro Testung, die unter medizinischer Aufsicht durchgeführt wird, ein Betrag von voraussichtlich 10 Euro ersetzt werden. Unternehmen erhalten somit einen pauschalen Kostenbeitrag für jeden durchgeführten und gemeldeten Antigen-Test und PCR-Test. Der Kostenbeitrag wird als Einmalbetrag quartalsweise im Nachhinein über die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausbezahlt. Die ist mit der Abwicklung dieses Förderprogramms im Namen und auf Rechnung des Bundes beauftragt. Anträge auf Förderung sind quartalsmäßig im Nachhinein zu stellen, die Unternehmen erhalten am Ende des Quartals die tatsächlich geleisteten Tests abgegolten.

 

Weitere Informationen finden Sie unter 

 

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Daniela Kuttner

Dr. Daniela Kuttner

RechtsserviceE-Mail senden+43 1 5330952-32
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