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Wrann-Hotels: Wir blicken mit Optimismus in die Zukunft
Corona, Best Practice

Wrann-Hotels: Wir blicken mit Optimismus in die Zukunft

In mittlerweile neunter Generation führen die Wranns ihre Hotels in Velden am Wörthersee und in Oberlech. Das vergangene Corona-Jahr bezeichnen sie als die herausforderndste Zeit für ihr Unternehmen. Im ÖHV-Interview ziehen Anton und Jakob Wrann Zwischenbilanz.

20. April 2021

ÖHV: 1 Jahr Corona-Pandemie. Wie ist es Ihnen und Ihren Häusern ergangen?

Gebrüder Wrann: Es ist sicherlich die herausforderndste Zeit für unser Unternehmen. Im März 2020 mussten wir unser Hotel Bergkristall in Oberlech und auch den Ganzjahresbetrieb Hotel Post in Velden abrupt schließen. Diesen konnten wir dann gemeinsam mit unserem Seehotel Europa in Velden Ende Mai 2020 wieder öffnen und durch die starke Nachfrage aus dem Inland hatten wir dort zwischen Mitte Juni und Mitte September Vollauslastung. Für die Sommersaison konnten wir so ein sehr gutes Betriebsergebnis erzielen. Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir auch eine vielversprechende Nachfrage für die Wintersaison am Arlberg und im Hotel Post, welche dann aber durch den Lockdown ab 03.11.2020 zunichte gemacht wurde.

ÖHV: Haben Sie für Ihre Häuser finanzielle Hilfen der Bundesregierung in Anspruch genommen?

Gebrüder Wrann: Wir haben die Umsatzersätze, Kurzarbeit und Entschädigung nach Epidemiegesetz beansprucht, wobei letztere nach wie vor nicht ausbezahlt wurde.

Mit diesen Hilfen konnten wir Teile der laufenden Fixkosten und Lohnkosten abdecken, ohne Rücklagen hätten wir die letzten Monate wirtschaftlich aber nicht überstehen können.

ÖHV: Haben Sie für Ihre Mitarbeiter die Corona-Kurzarbeit genutzt?

Gebrüder Wrann: Ja, für die Bereiche Admin, BOH und F&B im Ganzjahresbetrieb Hotel Post während des ersten Lockdowns sowie nun auch seit 03.11.2020. Ausfallquote mehr als 90 %.

Im Hotel Bergkristall am Arlberg hatten wir 2020 keine Kurzarbeit, da das Hotel am 14.03.2020 geschlossen hat und über die Sommermonate und auch im Winter 20/21 nicht in Betrieb war.

ÖHV: Was erwarten Sie für den Sommer 2021?

Gebrüder Wrann: Die Nachfrage für den kommenden Sommer ist bereits sehr gut. Der OTB-Stand Mitte April liegt bei +25 %. Wenn wir rasch öffnen können, rechnen mit einer Vollbelegung, 80 % Österreicher und 15 % Deutsche – natürlich abhängig von geltenden Reisebestimmungen.

ÖHV: Wird Corona Ihrer Meinung nach die Hotellerie bzw. Hotelaufenthalte nachhaltig verändern?

Gebrüder Wrann: Durch die kurzfristige Verschiebung der Nachfragemärkte – Stichwort Binnentourismus – sind wir aktuell mit einem veränderten Gästeverhalten konfrontiert. Die Gäste reisen früher an und später ab. Dadurch ergeben sich Doppelbelegungen und Kapazitätsengpässe.

Die größte Herausforderung für die Branche werden unserer Meinung nach allerdings der Mitarbeitermangel bzw. die stattfindende Umschulung von Tourismusfachkräften werden.

Es wird nicht einfach, aber wir blicken dennoch mit Optimismus und Zuversicht in die Zukunft.


Vielen Dank für das Gespräch!
 

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