Zum Inhalt
Moderne Regeln für die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts
Arbeit & Fachkräfte, Politische Arbeit

Moderne Regeln für die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts

Trotz der positiven Beschäftigungsentwicklung in Österreichs Hotellerie stellt sich das arbeitsrechtliche Rahmenwerk oft als hinderlich und nicht mehr zeitgemäß dar.

05. November 2019

In seiner momentanen Ausformung stimmt es oft weder mit den Lebensentwürfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch mit den Bedürfnissen der Unternehmen überein. Vor allem im mitarbeiterintensiven Dienstleistungssektor spitzt sich diese Entwicklung weiter zu. Ein Trend, der sich in den nächsten Jahren fortsetzen wird: Bis 2023 werden wir noch zusätzlich 40.000 bis 60.000 zusätzliche Stellen besetzen müssen.

Die Politik regierte in einem ersten Schritt mit der Umsetzung von langjährigen ÖHV-Forderungen: der Erhöhung und Flexibilisierung des Saisonnierkontingents, der Regionalisierung der Mangelberufsliste, die Adaptierung der Rot-Weiß-Rot Karte auf die Bedürfnisse des Tourismus, wie auch eines Mobilitätsbonus. Wichtig wird es sein, die Tragkraft der Maßnahmen zu evaluieren und gegebenenfalls entsprechend anzupassen. Weitere Impulse sind aber dringend nötig um den touristischen Arbeitsmarkt weiter stärken zu können.

Wir fordern:

  • Eine merkliche Senkung der Lohnnebenkosten, die Qualitätsbetriebe gegenüber Billiganbietern aus dem regulierten Bereich und der Sharing Economy im In- und Ausland wettbewerbsfähiger macht.

  • Der Ausbau des Kinderbetreuungsangebots und der Öffnungszeiten an den Bedarf im Tourismus auch durch die Förderung betrieblicher Maßnahmen.

  • Die angekündigte große Lehrlingsoffensive mit einem Fokus auf den Dienstleistungssektor

  • Die „Aktion 20.000 neu“ so adaptieren, dass Arbeitsuchende dort eingesetzt werden, wo jetzt schon Bedarf dokumentiert ist: in Unternehmen mit Mitarbeiterbedarf.

  • Die Förderung von Mitarbeiterhäusern, etwa durch die Umwandlung alter Hotels in Mitarbeiterhäuser.

  • Die zeitliche Befristung von Feststellungsbescheiden mit dem Ziel, die Lehrlinge vor „schwarzen Schafen“ unter den Arbeitgebern zu schützen und damit einen Beitrag zur Verbesserung des Branchenimages zu leisten.

Martin Stanits

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & UnternehmenssprecherE-Mail senden+43 1 5330952-20

ÖHV News abonnieren

Zur Hauptnavigation

Diesen Artikel teilen

Das geistige Eigentum an allen Texten, Bildern und Videos auf dieser Website liegt bei der Österreichischen Hoteliervereinigung oder wurde mit Genehmigung des jeweiligen Inhabers der entsprechenden Rechte verwendet. Es ist gestattet, diese Website zu betrachten, Extrakte auszudrucken, auf die Festplatte Ihres Computers zu speichern und an andere Personen weiterzuleiten. Es ist jedoch nicht gestattet, die Inhalte kommerziell zu nutzen oder Inhalte – auch in Teilen – in Publikationen zu verwenden. Weitergehende Rechte sind mit der Nutzung dieser Website nicht verbunden. Die Österreichische Hoteliervereinigung ist nicht verantwortlich für fremde Inhalte von Websites, auf die von dieser Seite verwiesen wird.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch das Nutzen dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzrichtlinie einverstanden .