To dos für Salzburgs touristische Zukunft

ÖHV-Vizepräsident Albert Schwaighofer fordert nachhaltige Lösungen für Arbeitsmarkt und Standort.

Konjunktur, Reiselust und Schneelage: Diese Zutaten für eine erfolgreiche Saison waren im abgelaufenen Winter erstklassig. „Der Wermutstropfen ist und bleibt, dass viele Arbeitsplätze nicht besetzt werden können. Trotz einer guten Saison konnten wir nicht unser volles touristisches Potential ausspielen“, bedauert Albert Schwaighofer, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Engpässe am Arbeitsmarkt wie auch vielerorts das mangelhafte Verkehrsmanagement und die Straßenzustände.
 

Sichere Arbeitsplätze, moderne Ausbildungsmöglichkeiten

570 offene Stellen hatten Salzburger Hotelbetriebe beim AMS im Hochsaisonmonat Februar gemeldet. Prekär ist die Lage auch beim Nachwuchs: Nur 20 Lehrstellensuchende waren im Vorjahr beim AMS registriert. „Die meisten wahlwerbenden Parteien wollen sich in der neuen Legislaturperiode für eine Aufwertung und Stärkung der Lehre einsetzen wie auch Initiativen für Fachkräfte setzen“, begrüßt Schwaighofer die geplanten Impulse. Nicht nur politisches Gegensteuern, auch das Aufräumen mit Vorurteilen sind dringend notwendig: „Gerade der von der ÖHV initiierte ‚Tag der offenen Hoteltür‘ ist da im wahrsten Sinne des Wortes ein Türöffner.“ Der ÖHV-Vize wünscht sich, dass der „Tag der offenen Hoteltür“– wie in anderen Bundesländern – zur „schulbezogenen Veranstaltung“ wird. Alle Schüler und Lehrer bekämen damit einfach Gelegenheit, sich selbst ein Bild von der Arbeit und Möglichkeiten in der Top-Hotellerie zu machen. „Wir bieten eine Fülle von Tätigkeitsfeldern, Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten“, verweist Schwaighofer auf den jüngsten Branchenlehrberuf, den Hotelkaufmann/-frau. Die Ausbildung zielt speziell auf Digital Natives ab und bereitet die Mitarbeiter bestens auf die technologischen Entwicklungen und zukünftigen Anforderungen in Rezeption und Online-Vertrieb vor. Schwaighofer selbst bildet eine Hotelkauffrau in seinem Betrieb aus.
 

Gefordert: Intelligentes Verkehrskonzept für Salzburg-Stadt

Für die Stadt braucht es endlich ein durchdachtes, langfristiges Verkehrskonzept, das die Gäste dorthin bringt, wo sie ihr Geld ausgeben wollen: zur Altstadt. „Und zwar zu jeder Jahreszeit und bei jeder Wetterlage“, betont Schwaighofer. Dabei helfen würde auch eine bessere öffentliche Anbindung der Gaue, die auch die Drehkreuze Flughafen und Hauptbahnhof stärker mit dem Land vernetzt. Vor allem braucht es Alternativen zur noch immer beherrschenden Anreise mit dem PKW, streicht der ÖHV-Vizepräsident hervor. Gleichzeitig betont Schwaighofer aber auch die Notwendigkeit einer verkehrs- und sicherheitstechnischen Überprüfung und Verbesserung der Hauptzubringer in die ländlichen Regionen: „Viele von uns haben vor ihrer Haustüre ein Beispiel dafür, wie Straßen in einem Tourismusland nicht sein sollen.“

13.04.2018, Wien

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Kontakt

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher

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