ÖHV an Arbeitsministerin: Saisonniers aussperren ist falsches Signal

Branche braucht mehr Mitarbeiter.

„Welches Signal die FPÖ mit der Kürzung des Saisonnier-Kontingents aussendet, ist klar: ein falsches“, kritisiert Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die nochmalige Senkung der Kontingentplätze von 731 auf 720 für den kommenden Sommer. Die Branche braucht angesichts steigender Nächtigungen mehr Mitarbeiter: 11 Mitarbeiter für diese auch wichtigen Positionen nicht ins Land zu lassen, hilft niemandem: „Sie nehmen niemandem den Arbeitsplatz weg, zahlen Pensions- und Sozialversicherungsbeiträge und sichern Arbeitsplätze in Österreich: Wer Abwäscher und Reinigungskräfte aussperrt, vernichtet Arbeitsplätze für Köche und Kellner.“
 

Gratzer: Saisonnier-Kontingent kürzen löst keine Probleme

Die Arbeitsministerin verweist in ihrer Presseaussendung auf „rund 33.000 arbeitslos vorgemerkte oder in Schulung befindliche Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte, die unbeschränkten Arbeitsmarktzugang haben und bewilligungsfrei beschäftigt werden können“: Bringt das AMS – wie von der Ministerin angekündigt – anstelle der weggefallenen 11 Saisonniers auch nur einen Teil dieser Personen in Beschäftigung, wäre allen geholfen: „Wir werden uns sehr genau ansehen, ob die Regierung auch diesen Teil des Regierungsprogramms umsetzt. Nur Kontingentplätze kürzen ist zu wenig.“ Gleichzeitig unterstreicht Gratzer noch einmal: Die Betriebe stellen für diese Position jeden ein: „Wollen muss er oder sie.“

24.04.2018, Wien

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Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher

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