ÖHV: Urlaub teurer machen? SPÖ-Vizebürgermeister soll Plan noch einmal überdenken!

ÖHV-Vizepräsident Veit wünscht sich statt Auingers Schnapsidee effektive Lenkungsmaßnahmen für echte Salzburger Problemfälle: Reisebusse und Sharing Economy.
 
„Ein Euro Ortstaxe mehr für die Kultur? Hört sich nett an! Uns muss aber klar sein, dass die Arbeitnehmerseite auch gerne zwei, drei Euro mehr hätte für die Mitarbeiter und mindestens noch einmal so viel für das Sozialsystem. Da kommt für eine österreichische Familie, die ein paar Tage in Salzburg verbringt, ganz schön viel zusammen“, weist Walter Veit, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung und Landesvorsitzender in Salzburg, die unausgegorenen Pläne von Salzburgs Vizebürgermeister, entschieden zurück.
 
Unverständnis für „Schnapsidee“ auch von österreichischen Gästen
Gäste aus Österreich hätten ihn auf Auingers Vorschlag aufmerksam gemacht, so Veit, selbst Gastgeber in Obertauern: „Die sparen das ganze Jahr für den Urlaub und sind natürlich ‚heiß‘, wenn sie von der Idee hören. Für Politiker sind Preiserhöhungen, die die eigenen Wähler treffen, tabu.“  
 
Steuern als Lenkungs- statt Belastungsinstrument
Noch dazu, so Veit, wäre der Kultur-Euro als Aufschlag auf die Ortstaxe genau verkehrt: „Auinger erkennt die Symptome, liegt aber bei der Diagnose daneben: Die Zahlen der Tagesgäste und der Angebote in der Sharing Economy schießen seit Jahren unkontrolliert in die Höhe.“ Gebühren dürften nicht nur leere Kassen stopfen, sondern bräuchten einen Steuerungseffekt: „Der fehlt bei Auingers Vorschlag komplett“, so Veit. Eine könnte die Reduktion von Reisebussen sein: „Da werden Touristen durch die Stadt getrieben, verstopfen Busse die Straßen, keiner von beiden lässt viel Geld da“, so Veit. Ob die heuer erfolgte Erhöhung der Gebühr auf 50 Euro für Busse mit 80 Passagieren reicht, sei rasch zu erheben und in weiterer Folge richtig zu handeln.

28.10.2019, Wien

Fotocredit: Salzburg Tourismus

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Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher