Hotellerie begrüßt Entlastung der Arbeit, vermisst Investitionsanreize

Wer arbeitet, dem wird nach der Steuerreform mehr bleiben. Die versprochene Beseitigung der Altlasten bei der Abschreibung sind allerdings ausgeblieben.
 
„Alles, was Arbeit attraktiver macht, stärkt den Standort“, begrüßt Michaela Reitterer, die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), nach der Einführung des Familienbonus und der Senkung der Sozialversicherungsbeiträge auch niedrigere Lohnsteuern, höhere Werbungskostenpauschalen und die neue Mitarbeiterbeteiligung: „Es wird nicht jeder Mitarbeiter und jeder Betrieb von jeder Maßnahme profitieren. Es wird aber für alle etwas dabei sein“, so die Arbeitgebersprecherin.
 

GWG-Anhebung goldrichtig, aber Altlasten bei der Abschreibung müssen weg

Dass das Steuer- und Abgabensystem bis hin zur lange erwarteten einheitlichen Dienstgeberabgabe vereinfacht und um „grüne Komponenten“ erweitert wird, sei genauso positiv wie die Erhöhung der GWG-Obergrenze. Doch bei Investitionsanreizen war die Erwartungshaltung höher, verspricht das Regierungsprogramm doch kürzere Abschreibungsdauern: „Es ist ausgemacht, es macht Sinn, es sollte also umgesetzt werden – noch dazu, wo die Haushaltprognosen so optimistisch ausfallen“, so Reitterer. Rückenwind erwartet sie da von der gesamten gewerblichen Wirtschaft wie auch von der WKÖ: „Die Altlasten bei der Abschreibung schaden den Auftraggebern im Tourismus und den Auftragnehmern im Gewerbe. Sie sind uns beim Investieren im Weg und müssen weg.“

30.04.2019, Wien

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Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher