Graz ist Verlierer beim Airbnb-Deal zur Ortstaxe

Die automatische Abführung der Ortstaxe ist für ÖHV-Gratzer der falsche Weg und greift zu kurz. Nötig: bundesweite Registrierungspflicht.

„Bei dem Ortstaxen-Deal mit Airbnb in der steirischen Landeshauptstadt gibt es einen klaren Verlierer: Der heißt Graz“, kommentiert Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die kürzliche Verständigung zwischen dem internationalen Sharing-Multi und der zweitgrößten österreichischen Stadt. Airbnb soll künftig automatisch die Ortstaxe für Grazer Hosts abführen. Aus Sicht von Gratzer ein kurzsichtiger Deal, denn Kontrollmöglichkeiten gibt es keine. Auch im Hinblick auf andere Sharing-Probleme wie der Zweckentfremdung und Verknappung von Wohnraum und steigenden Mietpreisen, wird man so nicht Herr: „Graz war der Spatz in der Hand lieber als die Taube am Dach. Das wird sich über kurz oder lang rächen“, ist der Generalsekretär überzeugt. Um sich aus der Sackgasse wieder heraus zu manövrieren, sieht Gratzer nur einen Weg: „Es braucht eine bundesweite Registrierungspflicht für die Sharing Hosts. Nur so ist sichergestellt, dass Missbrauch aller Art ein Riegel vorgeschoben wird. Alles andere verdient den Namen Lösung nicht!“

09.08.2019, Wien

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Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher