Arbeitszeit: Schluss mit Fake News und billiger Polemik

Gesetzesbeschluss gibt Teams mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
 
„Wir haben Verständnis für die Verunsicherung vieler Menschen: Die Angstmache ist auf fruchtbaren Boden gefallen, die Bilder von flächendeckenden 60-Stunden-Wochen haben sich in den Köpfen festgesetzt“, kritisiert Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, die Fake News der AK: „Da wird ganz bewusst die Wahrheit verdreht, allerschönster Trump-Stil.“
 

Reitterer: Schluss mit billiger Polemik!

Tatsächlich sei es ja bekanntlich schon jetzt gerade in Unternehmen mit Betriebsrat möglich, 12 Stunden zu arbeiten, verweist sie auf die jahrelang vom nunmehrigen Sprachrohr der Populisten geführten ÖBB: „Da geht es ganz offensichtlich nicht um die Sache. Das ist eine ungute Mischung aus Polemik, Aufmerksamkeitsdefizit und Machterhalt.“
 

Behutsamer Umgang mit flexibler Arbeitszeit notwendig

Immer mehr Arbeitgebern wird klar, dass sich die Zusammenarbeit am besten im Dialog abstimmen lässt: „vida-Vorsitzender Berend Tusch hat in einem Interview die Konzerne positiv hervorgehoben. Wir haben aber auch in vielen kleineren Qualitätsbetrieben sehr zufriedene Mitarbeiter, die in Zukunft etwas selbstbestimmter arbeiten wollen, als es bisher möglich war“, will Reitterer die Bemühungen der KMU um ihre Mitarbeiter nicht in einem schlechten Licht dastehen lassen.
 

Klarheit schaffen: Blick hinter die Kulissen der besten Arbeitgeber am 12. Oktober

Gerade im Tourismus seien die Mitarbeiter – wie die Arbeitnehmerseite sonst so gern betont – sehr flexibel in Bezug auf die Arbeitgeber: „Das wird sich durch das neue Gesetz nicht ändern, und die Arbeitgeber wissen das.“ Außerdem wisse jeder in der Branche, wie die Mitarbeiter in den einzelnen Betrieben behandelt werden. Vor allem Neueinsteiger und Umsteiger aus anderen Branchen lädt die ÖHV daher am 12. Oktober zum Blick hinter die Kulissen der Arbeitgeber: „Sprechen Sie die Mitarbeiter auf die Arbeitszeiten an! Der Tag der offenen Hoteltür ist die beste Gelegenheit, sich ein realistisches Bild davon zu machen!“ Von den Arbeitszeiten der Lehrer, bei denen sich ein extremer Mitarbeitermangel abzeichnet, sei man ebenso weit entfernt wie von jenen im Pflege-, Sicherheits- oder Transportbereich: „Und es wird immer noch ein bisschen besser!“

05.07.2018, Wien

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Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher

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