Arbeitsklimaindex: Arbeitgeber setzen auf Ausbildung

Einkommen in Top-Hotels steigen stärker als Betriebsergebnisse und Inflation.
 
Als Handlungsauftrag sieht Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Ergebnisse des Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich. Das Branchenwachstum und die daraus resultierenden offenen Stellen würden auf der einen Seite neue Arbeitsplätze schaffen, auf der anderen Seite dort den Druck erhöhen, wo diese nicht rasch genug besetzt werden können. Die ÖHV engagiert sich hier intensiv: „Am Tag der offenen Hoteltür als größte Ausbildungsinitiative in der Geschichte des österreichischen Tourismus haben mehr als 200 Top-Hotels mitgewirkt, hunderte Betriebe an unseren Roadshows zu Mitarbeitermotivation und Arbeitsrecht teilgenommen, die Abteilungsleiter-Akademie mit Fokus auf Mitarbeiterführung ist laufend ausgebucht“, nennt Reitterer die aktuellsten Angebote dazu: „Das Thema hat bei uns höchste Priorität!“
 

Wissensvorsprung – die beste Karte beim Gehaltspoker

Das zeigt auch die Entwicklung der Einkommen: Sie steigen seit Jahren stärker als die Einnahmen der Hotels. Zuletzt sind die Betriebsergebnisse laut ÖHT sogar gesunken, die KV-Löhne um 2,3% gestiegen: „Daraus kann man keinem Betrieb einen Vorwurf machen.“ Wie hoch die individuelle Gehaltssteigerung ausfällt, entscheidet das Know-how: „Wer seinen Wissensvorsprung in einen Wettbewerbsvorsprung für den Arbeitgeber umwandeln kann, hat beim Gehaltspoker die besten Karten“, bringt Reitterer die Fakten auf den Punkt und wünscht sich, dass Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Politik dabei an einem Strang ziehen: „Wenn wir so konstruktiv zusammenarbeiten wie andere Branchen, wäre sehr viel möglich.“

20.11.2018, Wien

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Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher