EU-Plastik-Richtlinie verabschiedet

Der Europäische Rat beschließt strenge Vorgaben für den Handel, Umgang und Gebrauch von Einweg-Plastik. Ein Vermarktungsverbot soll etwa ab 2021 in Kraft treten und bis 2023 müssen Einweg-Getränkeflaschen mindestens zu 30 % aus recycelten Kunststoff bestehen. 

Dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht nur im Verantwortungsbereich eines jeden Einzelnen liegt, sondern auch gesetzliche Rahmenbedingungen braucht, anerkennt die EU mit ihrer neuen Einweg-Plastik-Richtline. Die Richtlinie, die der Reduzierung von Kunsttoffen dient, besteht aus mehreren Anforderungen und Maßnahmen, die in den nächsten Jahren der Reihe nach ergriffen werden sollen. Die EU-Staaten selbst haben bis 2021 Zeit, die Richtlinie aus Brüssel in den Parlamenten umzusetzen.
 

Erde.jpgDie wesentlichen Punkte der 
Richtline im Überblick

  • Ab 2021 tritt das Vermarktungsverbot in Kraft: Plastikteller, -besteck und -strohhalme, Getränkebecher aus Styropor, Halter für Luftballone und Wattestäbchen mit Kunssttoffteilen dürfen dann nicht mehr gehandelt werden. Ein Grund: Ca. 70 % des Plastiks, das im Meer schwimmt, besteht aus diesen Artikel, so die EU. Besser jetzt schon auf Alternativen (etwa aus Papier oder Bambus) umsteigen!

  • Bis 2023 müssen Getränkeflaschen aus Einweg-Plastik zu mindestens 30 % aus Rezyklaten betsehen - also aus recyceltem Kunststoff.

  • ​Spätestens ab 2025 müssen die Verschlüsse von Einweg-Flaschen fester Bestandteil der Getränkeflaschen sein. Der Grund: Diese sollen nicht einzeln die Umwelt verschmutzen.

  • ​Kennzeichnungspflicht: Der Einwegcharakter und die umweltschädliche Wirkung sollen auf bestimmten WegwerfProdukten, etwa Zigarettenfilter und Luftballons oder Hygieneartikel mit Kunststoffanteilen, gekennzeichnet werden. 

  • Reinigungsbeteiligung von Herstellern: Produzenten von Kunststoffsackerln, Getränkebechern, Zigarettenfiltern und Fanggeräten in der Fischerei müssen sich an den Kosten der Reinigung beteiligen, wenn die Umwelt von ihren Produkten gesäubert werden soll. 

  • Maßnahmen zur Reduktion von Müll sollen für Artikel wie Fast-Food-Verpackungen oder Trinkbecher getroffen werden.
 

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Kontakt

DI Barbara Diallo-Strobl

Projekt- & Veranstaltungsmanagement