Zukünftige Trends & Herausforderungen für den touristischen Arbeitsmarkt


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  • Die zunehmende Diversifizierung im Angebot führt zu noch mehr attraktiven, gut bezahlten Berufsbildern – vergleichbar dem Barista oder dem Bier-Sommelier – im Qualitätssegment.
  • Schere zwischen Bevölkerungswachstum und Mitarbeiterbedarf geht noch weiter auf.
  • Dem wirkt die zunehmende Verlagerung von Routinetätigkeiten in den maschinellen Bereich entgegen. Das macht die sicheren Arbeitsplätze im guest relationship management attraktiver.
  • In den politischen Abteilungen fehlt das Verständnis für die Lebenswelt von Saisonniers, Hilfskräften einerseits und für die Anforderungen in mitarbeiterintensiven, stark saisonalen Branchen mit niedrigen Margen. Die Notwendigkeiten von Adaptierungen der Arbeitsgesetze sind nur schwer vermittelbar.
  • Der steigende Aufwand für Recruiting und HR-Kosten macht Unternehmensformen, die mit weniger Mitarbeitern auskommen, wettbewerbsfähiger.
  • Zunehmende Fremdenfeindlichkeit, nationalstaatliches Denken und damit ein wiederum höherer Stellenwert nationalstaatlicher Grenzen in der EU erschwert die weitergehende Öffnung der nationalen Arbeitsmärkte für Nicht-Akademiker.
  • Arbeitsmarktkampagnen mit Fokus auf technische und akademische Berufe erschweren Recruiting
  • Flexible Arbeitszeitmodelle und Home-Office erschweren Recruiting in Branchen mit Anwesenheitspflicht.
  • Effektive steuerfinanzierte Langzeitkampagnen für „Mädchen in die Technik“ und „Frauen in die Technik“ führen zu merklichen Bedarfslücken in traditionell frauendominierten Branchen wie dem Pflege und Gesundheitsbereich, den Kindergärten und Schulen, den Friseuren und dem Tourismus.
  • In tourismusintensiven dezentralen Regionen übernehmen Destinationen vermehrt auch das Recruiting. 
  • Steigende Anforderungen an Mitarbeiter aller Generation durch zunehmende Digitalisierung.
  • Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten bei Entgeltfortzahlung und Kündigungsschutz

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  • Markt wird sich weiter vom Arbeitgeber- zum Bewerbermarkt entwickeln. Fach- und Arbeitskräfterekrutierung werden dadurch immer schwieriger und anspruchsvoller
  • Durch Fortschreiten des demografischen Wandels weitere Reduzierung des Erwerbspersonenpotenzials – insbesondere Angebotslücken in den Dienstleistungsbranchen
  • Nachwuchsmarketing und Mitarbeiterbindung gewinnen weiter an Bedeutung
  • Schwierige Unternehmensnachfolgen
  • In vielen Segmente hohe Preissensibilität der Gäste
  • Notwendigkeit zur Stärkung ländlicher Räume, um Landflucht einzudämmen
  • Wachsende Bedeutung von Qualifizierungen auf allen Levels
  • Entwicklung von Kooperationen zur Gewinnung von Fachkräften aus Drittstaaten
  • Weitere Verbesserung der Ausbildungsqualität und der Arbeitgebermarke

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  • Je nach Region und Sektor unterscheiden sich die Gegebenheiten und die Herausforderungen. Alpine Tourismusregionen haben andere Arbeitsmarktverhältnisse als Städte (Frauenanteil ist bspw. in den alpinen Regionen höher als in den Städten, dort sind die Beschäftigten jünger); Saisonalität führt zu geringerer Arbeitsplatzsicherheit
  • Produktivitätsproblem der Branche: hohe Personalintensität, weniger Automatisierung als in anderen Branchen möglich, tiefe Kapazitätsauslastung vor allem aufgrund saisonaler Schwankungen. Durch tiefe Produktivität tiefere Löhne, was die Branchenattraktivität herabsetzt
  • Unregelmäßige Arbeitszeiten / Nacht- und Wochenendarbeit können zu Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie/Freizeit und Beruf führen, welche durch gesellschaftliche Entwicklungen immer stärker nachgefragt wird

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Auf Grund der zunehmenden Schwierigkeit bei der Besetzung der Stellen, werden die Themen Recruiting und vor allem Mitarbeiterbindung eine noch größere Bedeutung erhalten. Die Anforderungen der Unternehmen in Bezug auf die Qualität des Arbeitsplatzes steigen zusehends. Es geht künftig nicht nur mehr um die Höhe des Lohns, sondern andere Faktoren werden zunehmend wichtiger. Dazu zählen unter anderem Welfareleistungen/Benefits für die Mitarbeitenden, Kinderbetreuung, die Qualität der Mitarbeiterunterkünfte, Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit oder 5-1/2 bzw. 5 Tagewoche.

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Kontakt

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher

Oliver Schenk, MA

Public Affairs