Tourismusausbildung: Maßgebliche Veränderungen

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In den vergangenen Jahren:
 
  • Einführung des Lehrberufs Hotelkauffrau/-mann mit umfassendem Grundmodul und Schwerpunkt Online-Vertrieb
  • Ausweitung der Berufsschulstunden von 1.080 auf 1.260
  • Verkürzte Lehre für Quereinsteiger mit Berufserfahrung in Modellregionen
  • e-learning-Angebot „mobile campus“ der ÖHV
  • Ausbau von Angeboten zu Revenue Management und Online Vertrieb
 
In absehbarer Zukunft:
 
  • Beschluss einer regelmäßigen Evaluierung der Lehrberufsinhalte (alle 5 Jahre)

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In den vergangenen Jahren:
  • Zunehmender Anteil von akademischen Ausbildungen gegenüber dualer Berufsausbildung
  • Neueinführung Veranstaltungskaufmann, Kaufmann für Freizeit und Tourismus und Kaufmann für E-Commerce
 
In absehbarer Zukunft:
  • Neuordnung aller sechs gastgewerblichen Ausbildungsberufe (Inkrafttreten vss. August 2021)

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In den vergangenen Jahren: 
  • Schaffung eines neuen Grundbildungsberufes (Lehre): Hotel-Kommunikationsfachfrau/-mann mit eidg. Fähigkeitszeugnis: 360-Grad-Ausbildung im Hotel, die bei den Schulabgänger/-innen auf sehr grosses Interesse stösst (mehr Interesse als Lehrstellen)
  • (Laufende) Revision des Grundbildungsberufes Restaurationsfachfrau/-mann mit eidg. Fähigkeitsausweis: Vertiefungsrichtungen Junior-Sommelier/-ère, Barista, Bar Keeper, Chef de Rang 
  • Lancierung eines berufsbegleitenden Bildungsgangs an der Hotelfachschule Thun (höhere Fachschule, Tertiärstufe)
  •  Angebot von „Top-up“ Studiengängen, die Absolventen/-innen der Hotelfachschulen in 1-1,5 Jahren zum Bachelor-Abschluss einer Fachhochschule führt (Ecole hôtelière de Lausanne, Hochschule Luzern, Kalaidos Fachhochschule Zürich) 
  • e-learning (Plattform «Check in» von hotelleriesuisse)
  • Lancierung des vierjährigen Pilotprogramms «Integrationsvorlehre», einem einjährigen, von Bund und Kantonen finanzierten Ausbildungsprogramm für Flüchtlinge und Vorläufig Aufgenommene u.a. im Gastgewerbe nach dem Vorbild von RIESCO von Hotel & Gastro formation.
 
In absehbarer Zukunft: 
  • Laborhotel der Hotelfachschule Thun mit Innovation Cube: Plattform für neue Konzepte und Produkte im Hotel z.B. (Ideen zu Nachhaltigkeit, Schlafen, Digitalisierung, Community und neue Servicequalität); Integration des Hotelbetriebs (50 Zimmer, 20 Serviced Apartments) in den Bildungsgang der Hotelfachschule.
  •  Umsetzung der Initiative „Future Hospitality!“ von hotelleriesuisse, u.a. Coaching-Angebote für Führungskräfte, Unterstützung der Ausbildungsbetriebe, Ausbau/Anpassung des Weiterbildungsangebotes 
  • (Noch) mehr internationale Vernetzung durch Partnerschulen, Schulstandorte im Ausland (EHL, Schweizerische Hotelfachschule Luzern), Austauschaktivitäten
  •  Weitere Digitalisierung der Bildungsangebote 
  • Weiterbildungsangebote für (in einem anderen Beruf qualifizierte) Quereinsteiger (Projekt Regionalverband Zürich)
  • Revision der Berufe Hotelfachfrau/-mann mit eidg. Fähigkeitszeugnis sowie Koch/Köchin mit eidg. Fähigkeitszeugnis

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In den vergangenen Jahren:

In Südtirol kann die Duale Ausbildung sicher als Erfolgsmodell bezeichnet werden. Hier unterscheidet sich Südtirol ganz stark vom restlichen Staatsgebiet, wo dieses Modell keine Tradition hat und kaum Anwendung findet. Trotzdem ist auch hierzulande insgesamt eine Stagnation der Lehrlingszahlen feststellbar, mit nach wie vor besseren Werten im Bereich des Service und insbesondere der Küche. Gerade die Kochlehre scheint von der gesellschaftlichen und medialen Aufwertung dieses Berufes (Auszeichnungen, Kochsendungen etc.) profitiert zu haben.

In absehbarer Zukunft:

Es müsste gelingen, die Sogwirkungen, welche die Kochausbildung erreicht hat, auch auf den Service zu übertragen. Die zunehmenden „Akademisierung“ der Ausbildungswege muss ganz generell überdacht werden und die praktischen Berufe müssen aufgewertet werden. Das gilt nicht nur für das Ausbildungssystem, sondern insbesondere auch für die Berufsberatung. Es gilt zudem Antworten auf neue Tätigkeiten zu geben, die in Berufsbildern ihren Niederschlag finden müssen: Bike-, oder Skiguide, Wellness und Fitnesstrainer etc.

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Kontakt

Martin Stanits

Leitung Public Affairs & Unternehmenssprecher

Oliver Schenk, MA

Public Affairs