ÖHV-Inside: So wird der Winter!

Nächtigungsplus und die große Herausforderung Arbeitsmarkt – die Trends der großen ÖHV-Mitgliederbefragung für die Wintersaison 2019/20.
 
Der Blick auf die Nächtigungserwartung zeigt, dass die österreichische Top-Hotellerie nach dem Rekordwinter des letzten Jahres weiter ihre Performance nach oben schraubt: jeder Zweite sieht sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres, ein Drittel darüber. 13,7 % der Befragten rechnen mit weniger Nächtigungen.

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Fragliches Umsatzplus aufgrund von Cook-Pleite und stagnierende Preisdurchsetzung 

In puncto Umsatzentwicklung zeichnet sich ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr ab: 60,1 % rechnen mit mehr Umsatz (2018/19: 57,1 %) wie im letzten Jahr, hauptsächlich im Bereich bis 3% bzw. 5%. Auf Vorjahresniveau sehen sich 28,1 %, knapp jeder Zehnte ist mit sinkenden Umsätzen konfrontiert. Inwieweit die positiven Erwartungen jedoch Realität werden ist aus jetziger Sicht jedoch fraglich. Die Umfrage endete knapp vor der Hiobsbotschaft der Thomas Cook-Insolvenz. Diese wird aller Voraussicht nach negative Auswirkungen auf die Beherbergungsumsätze haben.

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Zwei Drittel der Top-Hotels in Österreich rechnen mit keiner Bewegung im Preisgefüge, 23,5 % erwarten höhere Preise durchzusetzen. Knapp 10 % glauben an eine Verschlechterung gegenüber dem letzten Winter. Auch hier kann es noch zu Verschiebungen kommen, wenn Betriebe mögliche Ausfälle mit günstigeren Angeboten kompensieren wollen.

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Investitionen und Kredite: Keine Änderungen

Jeder siebente Befragte rechnet mit planmäßigen Investitionen, 17,9% sehen weniger Spielraum, eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2018/19: 25,3 %). 11,9 % planen ein höheres Investitionsvolumen – auch hier ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr (2018/19: 9,7 %).

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Wenig Neues bei Krediten: 41,7 % sehen keine Veränderung der Situation zum Vorjahr, jeweils etwas mehr als 13 % empfinden es als einfacher bzw. schwieriger eine Finanzierung von der Bank zu bekommen.

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Herausforderung offene Stellen: 8 von 10 Hoteliers brauchen noch Verstärkung! 

81,6 % der Befragten suchen noch nach neuen Mitarbeitern für die kommenden Monate. Knapp die Hälfte der Top-Hotels sieht eine weitere Verschlechterung der ohnehin angespannten Arbeitsmarktlage gegenüber dem Vorjahr. 42,8 % (+6,3%) glaubt an keine Verbesserung der Situation. Am begehrtesten sind Servicekräfte und Mitarbeiter für die Küche und Rezeption.

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Kontakt

Oliver Schenk, MA

Public Affairs

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