Deloitte ÖHV Tourismusbarometer: Die Ergebnisse

Tourismusindex

Tourismusindex.pngDer zentrale Wert im neuen Deloitte ÖHV Tourismusbarometer: der Tourismusindex. Gewichtet und errechnet nach dem Schulnotensystem spiegelt er die Stimmung in der Branche wieder. Beeinflusst wird er von folgenden Faktoren:
 
  • Die aktuelle Lage sowie die Entwicklungschancen des Tourismus
  • Die regulatorischen Rahmenbedingungen
  • Die aktuelle Situation und Entwicklung des jeweiligen Unternehmens

2017 liegt der Tourismusindex bei einem Gesamtwert von 2,99 und hat sich damit leicht gegenüber dem Vorjahr verschlechtert (2016: 2,93). Kurz gesagt: die Stimmung in der Branche ist verhalten. Trotz positiven Aussichten für den Sommer drücken sind die erschwerte Finanzierung, zunehmender Fachkräftemangel sowie die anhaltend hohe Steuer- und Abgabenlast auf die Stimmung. Hier braucht es rasch klare und nachhaltige Verbesserungen!
 

Rück- und Ausblick: Geschäftsentwicklung

Die vergangene Wintersaison 2016/17 verlief umsatzmäßig für 56% der österreichischen Touristiker zufrieden bzw. sehr zufrieden. Rund ein Drittel war mit Einbußen konfrontiert.

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Für knapp jeden Zweiten hat entwickelte sich der Winter wie erwartet. Für die anderen liegt die Saison entweder unter oder über den Erwartungen, wobei die Mehrheit dieser Touristiker eine negative Entwicklung erlebt hat.

Österreichs Beherbergungsbetriebe prognostizieren überwiegend einen stabileren bzw. besseren Sommer als 2016. 61% rechnen mit einem Umsatzplus, das vor allem durch ein Mehr an Nächtigungen erreicht werden soll. Ein geringerer Teil will das Umsatzwachstum durch höhere Preise erzielen.
 
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Mitarbeiter

Die unzureichende Mitarbeiterverfügbarkeit sowie der Mangel an Fachkräften hat sich heuer weiter zugespitzt. Österreichs Touristiker sind nach wie vor auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern. Beherbergungsbetriebe verzeichnen dabei im Bereich Service den größten Mitarbeiterbedarf, dicht gefolgt von Bereichen Küche und Rezeption.

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Finanzierung und Investitionen

Der Zugang zu Finanzierungen bleibt für Tourismusunternehmen schwierig. 38% der Befragten empfinden es heuer im Vergleich zum Vorjahr noch schwieriger eine Finanzierungszusage zu erlangen. Dadurch droht ein Investitionsrückstau: Tatsächlich musste im heurigen Geschäftsjahr bereits ein Drittel der Befragten von einer ursprünglich geplanten Investition Abstand nehmen.
 
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Steuern & Bürokratie – der Klotz am Bein

Die Vielzahl der regulativen Rahmenbedingungen wirken sich aus Sicht der Touristiker einen negativ auf die Unternehmensentwicklung aus. Insbesondere die aktuelle Steuer- und Abgabensituation ist für die Befragten belastend: Mit einem Wert von 4,22 wird dieser Aspekt wie im Vorjahr mit Abstand am negativsten beurteilt. Auch Faktoren wie die aktuelle Kostensituation (3,90) sowie die Mitarbeiterverfügbarkeit (3,39) bereiten den Touristikern Kopfzerbrechen.
 

Kontakt

Oliver Schenk, MA

Public Affairs & Research

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