Wettbewerbsnachteil Steuern

Österreichs Wirtschaft leidet unter der hohen Steuerlast auf Arbeit, Umsätze und Energie, dazu kommen stark steigende kommunale Gebühren. Getoppt wird das Ganz durch die Erhöhung der MwSt. auf Logis von 10 auf 13%. Das Übel an der Wurzel zu packen hieße, die Staatsausgaben zu senken, wie es der Internationale Währungsfonds und die EU-Kommission fordern. Der Rechnungshof hat 599 Vorschläge für eine schlankere und effizientere Verwaltung ausgearbeitet. Viel Einsparungspotential liegt im Föderalismus, in der Bürokratie und bei Förderungen.
 

Auch Substanzsteuern kosten Arbeitsplätze

Geld, das der Staat den Unternehmen wegnimmt, fehlt im Personalbudget, bei Investitionen, bei laufenden Ausgaben wie Werbung oder Marketing. Es fehlt Österreichs Tourismus im internationalen Wettbewerb. Die Steuern auf Arbeit zu senken und durch Substanzsteuern ersetzen würde nichts verbessern. Wer auf vermeintliche Millionäre zielt, trifft die Mitarbeiter der Hotellerie.

To do: Keine neuen Mehrbelastungen, keine Substanzbesteuerung


Alle Betriebe entlasten

Wichtig: Betriebe müssen unabhängig von der Gesellschaftsform entlastet werden. Selektive Konzepte, die nur wenigen Betrieben helfen wie Mitarbeiterbeteiligungen sind keine Lösung.
 

Deutsche Mehrwertsteuersenkung – ein Erfolgsmodell

Anstelle die MwSt. nach deutschem Vorbild zu senken, beschloss die österreichische Bundesregierung den Steuersatz auf 13% zu erhöhen. Die deutsche Hotellerie profitiert mittlerweile massiv von der Senkung: Das macht Deutschland als Reiseziel attraktiver. Vor allem Inlandsgäste kommen vermehrt, Österreich bekommt das deutlich zu spüren. Die EU-Kommission will die Mehrwertsteuersätze auf wettbewerbsfähigem Niveau vereinheitlichen. Für dienstleistungsintensive Branchen empfiehlt die Kommission einen Satz von 5,5 %.

To do: MwSt. senken
 

Abschreibungsdauer reduzieren

Gesenkt werden muss die Abschreibungsdauer: Kein Hotel-Badezimmer oder Wellness-Bereich hält 33 Jahre lang. Am besten zeigt das das Behinderten-Gleichstellungsgesetz: Die Betriebe wurden vom Gesetzgeber verpflichtet, innerhalb von 10 Jahren ihre Zimmer behindertengerecht einzurichten – also noch nicht abgeschriebene Einrichtungen durch neue zu ersetzen.

To do: Abschreibungsdauer an die Praxis anpassen


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Kontakt

Martin Stanits

Public Affairs & Research